Steinmeier startet "Ehrenamtstag" – warum Demokratie mehr als Feiern braucht
Lissi StiebitzSteinmeier startet "Ehrenamtstag" – warum Demokratie mehr als Feiern braucht
Bundespräsident Steinmeier ruft zu mehr bürgerlichem Engagement für die Demokratie auf
Anlässlich des Jubiläums des Grundgesetzes hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den 23. Mai als „Ehrenamtstag“ ausgewiesen – einen Tag der Besinnung und des freiwilligen Engagements. Mit seinem Besuch in einem Berliner Gemeinschaftsgarten in Neukölln setzte er ein Zeichen für aktives Mitgestalten statt passiver Feier.
Steinmeier pflanzte Zucchinisetlinge und erntete Spinat, um zu zeigen, wie kleine Taten die Gesellschaft bereichern. Der Bundespräsident betonte, dass Demokratie dann erstarkt, wenn Bürger:innen sich einbringen – und nicht einfach nur einen freien Tag genießen. Einen Vorschlag, den 23. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu erklären, lehnte er ab. Stattdessen plädierte er für sinnstiftendes Engagement, etwa durch Online-Nachhilfe oder lokale Projekte, um den Geist des Grundgesetzes lebendig zu halten. Die Verfassung, so Steinmeier, bleibe das Fundament für Deutschlands Einheit und gemeinsame Werte.
Besonders wichtig sei ihm der Gedanke der Gemeinschaft. Durch gemeinsames Handeln entstünden Verbindungen über unterschiedliche Hintergründe hinweg – und genau das stärke die demokratischen Ideale. Der Ehrenamtstag solle künftig jährlich stattfinden und vor allem junge Menschen motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Steinmeiers Initiative lenkt den Fokus von Freizeit auf aktives Mitwirken. Der Ehrenamtstag wird künftig an die Bedeutung des Grundgesetzes für die Gesellschaft erinnern. Durch freiwilliges Engagement und bürgerliche Verantwortung, so der Bundespräsident, könne die Demokratie jedes Jahr ein Stück weit stärker werden.






