Steuerbonus für Handwerkerleistungen: Regierung plant radikale Streichung bis 2025
Lissi StiebitzSteuerbonus für Handwerkerleistungen: Regierung plant radikale Streichung bis 2025
Die deutsche Regierungskoalition erwägt die Abschaffung einer Steuervergünstigung für Handwerksleistungen im Haushalt. Derzeit können Haushalte bis zu 1.200 Euro pro Jahr für Handwerkerkosten von der Steuer absetzen. Der geplante Schritt hat unter Abgeordneten und Wirtschaftsverbänden Diskussionen ausgelöst.
Die bestehende Förderung ermöglicht es Privathaushalten, 20 Prozent der anrechenbaren Handwerkerkosten von der Einkommensteuer abzusetzen. Der Abzug ist auf maximal 6.000 Euro jährliche Ausgaben begrenzt, was eine mögliche Steuerersparnis von bis zu 1.200 Euro bedeutet. Nun prüft die Koalition, ob das Förderprogramm komplett gestrichen werden soll.
Bevor eine Entscheidung fällt, führt die Regierung Gespräche mit Wirtschaftsverbänden. Ziel der Beratungen ist es, die wirtschaftlichen Folgen und die Umsetzbarkeit einer Abschaffung der Steuervergünstigung zu bewerten. Das Bundesfinanzministerium hat sich unterdessen zu dem Vorhaben nicht geäußert.
Oppositionsvertreter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion geben an, keine Kenntnis von Plänen zur Abschaffung der Förderung zu haben. Ihre Haltung deutet darauf hin, dass in der Politik keine Einigkeit über die Zukunft des Steuerbonus besteht.
Falls die Vergünstigung entfällt, verlieren Haushalte einen finanziellen Anreiz für Reparaturen und Sanierungen. Die endgültige Entscheidung der Koalition hängt von den Rückmeldungen der Wirtschaftsvertreter ab. Änderungen würden sich direkt auf die Kosten für die Beauftragung von Handwerkern bei privaten Projekten auswirken.






