Streit um Sicherheit: Solinger Parteien uneins über Videoüberwachung und Stadtgestaltung
Hans Jürgen ZobelStreit um Sicherheit: Solinger Parteien uneins über Videoüberwachung und Stadtgestaltung
In der Solinger Bezirksversammlung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid entzündet sich eine Debatte um Sicherheit und Stadtplanung: Während die CDU-Fraktion die Einführung von Videoüberwachung im Ohligser Unterführungsbereich vorantreibt, lehnt die Grüne Partei dies entschieden ab. Gleichzeitig finden beide Seiten bei der längst überfälligen Neugestaltung des Fronhofer Platzes überraschend gemeinsame Positionen.
Der CDU-Vorschlag, Kameras in der Unterführung zu installieren, stößt auf sofortigen Widerstand. Die Grünen argumentieren, eine solche Überwachung greife unverhältnismäßig in die Bürgerrechte ein. Ihr ordnungspolitischer Sprecher Niklas Geßner betont, die Unterführung sei kein bekannter Kriminalitätsschwerpunkt.
Statt auf Kameras zu setzen, plädieren die Grünen für eine verbesserte Stadtgestaltung zur Steigerung der Sicherheit. Ihre Vorschläge umfassen eine bessere Beleuchtung, regelmäßige Reinigung, soziale Aufsicht und zuverlässige Instandhaltung. Gleichzeitig unterstützen sie die weitergehenden CDU-Pläne zur Sanierung der Unterführung – ein Schritt, der über reine Sicherheitsaspekte hinausgeht.
In einem anderen Punkt begrüßen die Grünen den Kurswechsel der CDU beim Fronhofer Platz. Nach monatelangen Verzögerungen kann das Umgestaltungsprojekt nun endlich starten. Helga Bisier, grüne Bezirksvertreterin, zeigt sich erleichtert über den Fortschritt. Ihre Partei sieht den Platz künftig als modernen, flexiblen Ort für den Alltag und Veranstaltungen.
Konkrete Pläne für den Fronhofer Platz beinhalten mehr Sitzgelegenheiten, Grünflächen, Wasserspiele und eine zeitgemäße Pflasterung. Die Grünen sind überzeugt, dass diese Maßnahmen das Areal attraktiver und funktionaler für die Anwohner machen.
Der Streit um die Videoüberwachung in der Ohligser Unterführung bleibt vorerst ungelöst – die Grünen setzen weiterhin auf Gestaltung und Pflege statt auf Kameras. Doch in der Frage der Platzneugestaltung ziehen beide Parteien nun an einem Strang. Das Projekt soll in den kommenden Monaten einen zugänglichen und lebendigen öffentlichen Raum schaffen.






