Stuttgart 21: Kosten explodieren auf 11,3 Mrd. – Fertigstellung erst 2031
Hans Jürgen ZobelStuttgart 21: Kosten explodieren auf 11,3 Mrd. – Fertigstellung erst 2031
Stuttgart 21: Neue Kritik an explodierenden Kosten und Verzögerungen
Das Bahnprojekt Stuttgart 21 steht erneut in der Kritik – diesmal wegen stark gestiegener Kosten und einer weiteren Verschiebung der Fertigstellung. Ursprünglich mit einem Budget von 4,5 Milliarden Euro veranschlagt, sollen die Kosten für den unterirdischen Bahnhof nun auf 11,3 Milliarden Euro steigen; die Inbetriebnahme ist erst für 2031 geplant. Der bahnpolitische Sprecher der Grünen, Matthias Gastel, bezeichnete das gesamte Vorhaben als einen „kolossalen Fehler“.
Die aktuelle Kostenschätzung wurde von der Deutschen Bahn vorgelegt, die die Gesamtausgaben mittlerweile auf 11,3 Milliarden Euro beziffert – eine drastische Steigerung gegenüber den ursprünglich geplanten 4,5 Milliarden. Auch der Fertigstellungstermin wurde mehrfach verschoben; der unterirdische Knotenpunkt soll nun erst 2031 eröffnet werden.
Gastel kritisierte vor allem die begrenzte Kapazität des Bahnhofs und die mangelnde betriebliche Flexibilität. Die Planung sehe weder ausreichend zusätzliche Strecken vor noch trage sie zur Erweiterung der Gesamtkapazität des Schienennetzes bei. Trotz dieser Bedenken liege der Fokus des Projekts weiterhin auf der Einhaltung von Terminen und der Kostenkontrolle, so Gastel.
Einer der wenigen positiven Aspekte ist der Plan, Stuttgart zum ersten vollständig digitalisierten Bahnhof Deutschlands zu machen. Doch Gastels wiederholte Warnungen deuten auf tiefgreifendere strukturelle Probleme hin, die die langfristige Tragfähigkeit des Projekts infrage stellen.
Stuttgart 21 bleibt umstritten Das Projekt steht weiterhin wegen der steigenden Kosten und der verzögerten Umsetzung in der Diskussion. Mit einer nun für 2031 vorgesehenen Fertigstellung bleibt die Aufmerksamkeit auf das Finanzmanagement und die infrastrukturellen Grenzen gerichtet. Kritiker wie Gastel betonen, dass die Schwächen des Vorhabens langfristige Auswirkungen auf den Bahnbetrieb in der Region haben könnten.






