Syriens Gesundheitsminister sucht in Solingen medizinische Partnerschaften für den Wiederaufbau
Hans Jürgen ZobelSyriens Gesundheitsminister sucht in Solingen medizinische Partnerschaften für den Wiederaufbau
Syriens Gesundheitsminister, Musaab Nazzal al-Ali, besuchte am Donnerstag das Städtische Klinikum Solingen. Ziel der Reise war die Erkundung möglicher medizinischer Kooperationen zwischen beiden Seiten. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Wege, die Gesundheitsversorgung in Syrien durch internationale Partnerschaften zu verbessern.
Al-Ali hatte sich fünf Jahre lang in Solingen zum Neurochirurgen ausbilden lassen, bevor er 2011 nach Syrien zurückkehrte. Im März 2025 wurde er schließlich Gesundheitsminister. Während seines Besuchs traf er auch auf Professor Ralf Buhl, seinen ehemaligen Mentor und Chef der Neurochirurgie am Klinikum.
Die Gespräche konzentrierten sich auf kurzfristige Einsätze syrischer Ärztinnen und Ärzte im Ausland. Ein Vorschlag sah ein Austauschprogramm für junge Fachärzte vor. Solche Initiativen könnten helfen, das durch den Konflikt schwer beschädigte syrische Gesundheitssystem wiederaufzubauen.
Allein im vergangenen Jahr führten syrische Mediziner im Ausland 10.800 Operationen durch. Seit Beginn des Krieges sind über 6,8 Millionen Syrer geflohen, darunter viele qualifizierte Fachkräfte. Ihr Wissen bleibt für den Wiederaufbau des Landes unverzichtbar.
Bei dem Treffen wurden mögliche Wege zur Stärkung des syrischen Gesundheitssektors aufgezeigt. Vereinbarungen zu Ausbildungs- und Austauschprogrammen könnten dringend benötigte Unterstützung bringen. Beide Seiten wollen die Pläne nun in den kommenden Monaten konkretisieren.






