23 May 2026, 08:24

Tempelhofer Feld: Wegner prüft Wohnungsbau trotz Volksentscheid von 2014

Wegner: Berlin könnte am Rand des Tempelhofer Felds bauen

Tempelhofer Feld: Wegner prüft Wohnungsbau trotz Volksentscheid von 2014

Berliner Regierungsbürgermeister Kai Wegner prüft Pläne zur Bebauung eines Teils des Tempelhofer Feldes. Das Vorhaben könnte mehr als 20.000 neue Wohnungen schaffen und Platz für über 50.000 Bewohner bieten. Dies geschieht trotz eines Volksentscheids aus dem Jahr 2014, der Bauten auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens untersagt hatte.

Eine Gruppe von Architekten stellte kürzlich einen Entwurf vor, der den Bau von etwa 21.000 Wohnungen auf rund einem Drittel der Fläche vorsieht. Die zentralen 200 Hektar Wiesenland blieben dabei gemäß dem bestehenden Tempelhof-Gesetz geschützt. Nur die äußeren Ränder des Geländes wären von einer Bebauung betroffen.

Eine Umfrage ergab, dass 59 Prozent der Berliner einer „maßvollen Bebauung an den Rändern“ zustimmen, um die Wohnungsnot zu lindern. Die Landesregierung erwägt nun, ob sie das Projekt federführend begleiten soll. Finanzsenator Stefan Tidow prüft derzeit die wirtschaftliche Machbarkeit.

Der Volksentscheid von 2014 hatte jegliche Bebauung auf dem Tempelhofer Feld blockiert. Doch der steigende Wohnraumbedarf und die wachsende öffentliche Unterstützung für eine begrenzte Entwicklung veranlassen die Verantwortlichen nun, die Thematik neu zu bewerten.

Sollte das Projekt genehmigt werden, würde ein Teil des ehemaligen Flughafengeländes in Wohngebiete umgewandelt. Die geschützte Wiesenfläche im Kernbereich bliebe unverändert. Nun müssen die Behörden entscheiden, ob die finanziellen und rechtlichen Hürden überwunden werden können.

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