Tempolimit 50 schützt seltene Feuersalamander im Elm-Wald vor dem Tod
Hans Jürgen ZobelTempolimit 50 schützt seltene Feuersalamander im Elm-Wald vor dem Tod
Tempo-50-Zone zum Schutz seltener Amphibien im Elm-Wald
Ab Mitte Mai bis Ende September gilt auf der Landstraße L629 zwischen Erkerode und Tetzelstein ein Tempolimit von 50 km/h. Die Maßnahme soll seltene Amphibien wie den Feuersalamander, den Kammmolch und den Springfrosch während ihrer kritischen Wanderphase schützen.
Feuersalamander, an ihren markanten schwarz-gelben oder -orangen Zeichnungen erkennbar, sind in der Region zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Besonders im Sommer und nach Trockenperioden überqueren sie häufiger Straßen – mit oft tödlichen Folgen. Neben direkten Zusammenstößen können auch die Druckwellen schnell fahrender Fahrzeuge für die empfindlichen Tiere tödlich enden.
Der Elm-Wald beherbergt eine landesweit bedeutende Population des Feuersalamanders. Ihre Fortpflanzungszeit reicht von Anfang März bis Mai, während sich die Larven bis September entwickeln. Doch Lebensraumzerstörung und die tödliche Salamanderpest – eine Pilzerkrankung – bedrohen ihr Überleben zusätzlich.
Die Amphibien bevorzugen bewaldete Gebiete mit natürlichen Bächen und Quellen. Bei Bedrohung sondern sie ein Hautgift ab, das bei Berührung Hautreizungen auslösen kann. Das neue Tempolimit soll die Zahl der Verkehrstoten verringern und Störungen während der Wander- und Fortpflanzungszeiten minimieren.
Die Regelung bleibt bis Ende September in Kraft und deckt die Hauptaktivitätsphase der Arten ab. Durch die Geschwindigkeitsbegrenzung hoffen die Behörden, den Feuersalamander und andere Amphibien im Elm-Wald zu schützen. Die Maßnahme ist Teil der laufenden Bemühungen, eine für die regionale Artenvielfalt entscheidende Population zu erhalten.






