22 March 2026, 12:27

Thüringen investiert eine Milliarde Euro bis 2029 in Kommunen und Infrastruktur

Plakatwerbung Bergbahn, Deutschland als elektrisches Stadtbild mit Abbildungen von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

Wolf: "Geschwindigkeit zählt bei Investitionen" - Thüringen investiert eine Milliarde Euro bis 2029 in Kommunen und Infrastruktur

Thüringen startet bis 2029 ein Investitionsprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro für seine Kommunen. Die Mittel sollen langjährige Rückstände in den Bereichen Bildung, Verkehr und digitale Infrastruktur beheben. Ziel der Verantwortlichen ist es, die Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in der gesamten Region zügig zu verbessern.

Die Finanzierung wird je zur Hälfte aus Landesmitteln und zinsgünstigen Krediten der KfW-Förderbank bestehen. Besonders strukturschwache Regionen wie Nordthüringen, Schmalkalden-Meiningen, Saale-Orla und Saale-Holzland erhalten Vorrang.

Das Land hat bereits zentrale Vorhaben für die kommenden Jahre festgelegt. Dazu zählen zehn Millionen Euro für die Digitalisierung im Gesundheitswesen, acht Millionen Euro für neue Niederflurbusse im ÖPNV sowie 16 Millionen Euro für die Modernisierung des Landesrechenzentrums. Weitere 75 Millionen Euro fließen in die Reform des Thüringer Krankenhaussystems.

Auch Straßenbauprojekte und Klimainitiativen stehen auf der Agenda. Die B87 in Rudolstadt wird zwischen 2025 und 2027 saniert, und bereits über 200 kommunale Klimaprojekte wurden genehmigt. Der Großteil der Gelder geht in unterfinanzierte Bereiche wie innere Sicherheit, Energie, Bildung und Forschung.

Allein in den Jahren 2023 und 2024 plant Thüringen Ausgaben von 633 Millionen Euro – etwa ein Viertel der Bundeszuweisungen. Finanzministerin Katja Wolf wird den Haushaltsintegrationsplan am kommenden Dienstag dem Kabinett vorlegen. Sie betont die Dringlichkeit schneller Umsetzung und verweist auf geopolitische Spannungen sowie steigende Materialkosten als Risikofaktoren.

Bis 2036 stehen dem Land insgesamt 2,5 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen des Bundes zu. Priorität haben zunächst Projekte, die bereits in der Planung sind, um Verzögerungen zu vermeiden.

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Die Investitionsoffensive erstreckt sich über die nächsten zwölf Jahre, wobei die Hälfte der Mittel aus dem Landeshaushalt stammt. Vorhaben wie Schulneubauten, Kita-Erweiterungen und Straßensanierungen sollen zügig vorankommen. Der Erfolg des Programms hängt von einer effizienten Mittelvergabe und zeitnahen Genehmigungen ab.

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