Traditionsbrauerei Wolters beantragt Eigenverwaltung wegen schwacher Umsätze und hoher Kosten
Jan StahrTraditionsbrauerei Wolters beantragt Eigenverwaltung wegen schwacher Umsätze und hoher Kosten
Die Hofbrauhaus Wolters GmbH hat beim Amtsgericht Braunschweig ein Eigenverwaltungsverfahren nach der Insolvenzordnung beantragt. Als Gründe für diesen Schritt nannte die traditionsreiche Brauerei anhaltend schwache Umsätze und stark gestiegene Kosten. Während des Verfahrens bleiben alle Löhne und Gehälter weiterhin gesichert.
Der Antrag wurde am Freitag eingereicht. Der Bierabsatz in Deutschland ist 2025 erneut um sechs Prozent zurückgegangen, was die finanzielle Lage von Wolters zusätzlich belastet. Trotz der Herausforderungen wird der Braubetrieb ohne Unterbrechung fortgeführt.
Berater der Kanzlei Eckert Rechtsanwälte sowie der Eckert Assurance GmbH begleiten das Verfahren. Ziel ist es, das Geschäftsmodell umzustrukturieren, ohne den Betrieb einzuschränken. Durch die Eigenverwaltung strebt Wolters an, branchenspezifische Strukturprobleme nachhaltig zu lösen.
Die Hofbrauhaus Wolters GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Volksbank BRAWO eG, die sich derzeit ebenfalls in einem eigenen Transformations- und Neuausrichtungsprozess befindet. Die Brauerei plant eine grundlegende Restrukturierung ihrer Aktivitäten, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Die Mitarbeiter behalten während des gesamten Verfahrens ihre vollen Löhne und Gehälter. Im Mittelpunkt steht die Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.






