03 April 2026, 00:57

Trump stellt Dänemarks Souveränität über Grönland infrage – NATO in der Krise

Eine Karte, die die 73-jährige Erweiterung der North Atlantic Treaty Organization (NATO) von 1949 bis heute zeigt, mit farblich kodierten Regionen nach Jahren und informativem Text oben.

Pistorius wirft USA Schaden an der NATO vor - Trump stellt Dänemarks Souveränität über Grönland infrage – NATO in der Krise

Im Januar 2026 löste die US-Regierung unter Präsident Donald Trump eine Kontroverse aus, indem sie Dänemarks Souveränität über Grönland infrage stellte. In einem offiziellen Schreiben an Norwegens Ministerpräsident wurde fälschlich behauptet, es gebe keine schriftlichen Belege für den dänischen Besitzanspruch – trotz klarer historischer Aufzeichnungen. Der Streit eskalierte, als Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos unverzüglich Verhandlungen über die vollständige Kontrolle der USA über das arktische Gebiet forderte.

Die US-Argumente ignorierten dabei langjährige völkerrechtliche Bestätigungen, darunter der Vertrag von Kiel aus dem Jahr 1814 und ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs von 1933. Trump begründete seine Forderung mit den strategischen Interessen der USA in der Arktis, einer Region von wachsender geopolitischer Bedeutung.

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Diplomatische Bemühungen scheiterten schnell. Treffen in Washington zwischen US-Vertretern – Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio – sowie ihren dänischen und grönländischen Amtskollegen endeten ergebnislos. Der Konflikt verlagerte sich daraufhin auf die Sicherheitsebene, als die NATO eine Aufklärungsmission in Grönland startete, an der auch Deutschland und andere Verbündete beteiligt waren. Pläne für US-Militärstützpunkte, angelehnt an britische Einrichtungen in Zypern, wurden ausgearbeitet – ohne Rücksprache mit Dänemark oder Grönland.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kritisierte die Vorgehensweise der USA öffentlich. Er warf der Trump-Administration vor, die NATO zu untergraben, indem sie die territorialen Rechte eines Mitgliedsstaats infrage stelle. Pistorius warnte, solche Schritte schwächten das Bündnis und ermutigten Gegner. Zudem verwies er auf die US-Verhandlungen im Ukraine-Krieg als weiteres Beispiel für die angespannten transatlantischen Beziehungen. Zwar räumte er den Wert der NATO für die USA ein, bestand aber darauf, dass das Bündnis auch die europäischen Interessen fair berücksichtigen müsse.

Der Streit ließ Dänemarks rechtliche Kontrolle über Grönland zwar unangetastet, offenbarten jedoch Spannungen innerhalb der NATO. Die US-Forderungen nach mehr Einfluss in der Arktis führten zu militärischen Diskussionen, bei denen das betroffene Territorium ausgeklammert wurde. Gleichzeitig betonte Deutschlands Verteidigungsminister die größeren Risiken eines Vertrauensverlusts unter den Verbündeten.

AKTUALISIERUNG

Trump's Greenland stance part of early foreign policy assertiveness

New analysis reveals Trump's Greenland actions were part of his broader early foreign policy approach. A 2026 German media report highlighted Grönland drohen as one of Trump's first aggressive diplomatic moves, alongside targeting Venezuela. This pattern helps explain the later formal demands over Greenland's sovereignty and the subsequent NATO tensions.