Unentdeckter Fehler erschüttert neue Bundesdienst-Regeln für Auslandsaufenthalte
Lissi StiebitzUnentdeckter Fehler erschüttert neue Bundesdienst-Regeln für Auslandsaufenthalte
Ein technischer Fehler in den neuen Regelungen für den Bundesdienst in Deutschland blieb zunächst von Beamten, Abgeordneten und der Presse unbemerkt. Der Fehler betraf die Bestimmungen zur Genehmigung längerer Auslandsaufenthalte. Die Behörden haben die Panne inzwischen mit einer Richtlinie und einem Allgemeinen Rundschreiben korrigiert.
Das Problem tauchte in den ursprünglichen Verordnungen für das neue Bundesdienstsystem auf. Trotz genauer Prüfung übersehen wurde der Fehler im Büro des SPD-Politikers, im Kabinett, im Parlament und in den Medien. Erst später entdeckten Beamte den Irrtum und leiteten umgehend Maßnahmen ein, um die Regelungen zu präzisieren.
Im Januar wurden Fragebögen zum neuen System verschickt. Die Empfänger hatten vier Wochen Zeit, um zu antworten. Verteidigungsminister Boris Pistorius zeigte sich seitdem zufrieden mit der bisherigen Rücklaufquote.
Genauere Zahlen zur Beteiligung werden im Laufe des Sommers veröffentlicht. Das Ministerium will so ein klareres Bild der Resonanz vermitteln, während das Programm an Fahrt aufnimmt. Der Fehler wurde durch aktualisierte Leitlinien behoben. Die Auswertungen der Fragebögen sollen in den kommenden Monaten vorgestellt werden. Das Verteidigungsministerium beobachtet die Entwicklung weiterhin, während sich das Bundesdienstsystem etabliert.






