07 June 2026, 22:18

Vassiliadis fordert Sonderabgabe für Superreiche zur Finanzierung von Infrastruktur und Verteidigung

IG BCE fordert Spitzensteuer nur über 100.000 Euro

Vassiliadis fordert Sonderabgabe für Superreiche zur Finanzierung von Infrastruktur und Verteidigung

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat neue Steuerreformvorschläge vorgelegt, die sich gezielt an Superreiche richten. Sein Plan sieht eine Sonderabgabe für Spitzenverdiener vor, um damit Infrastruktur- und Verteidigungsprojekte zu finanzieren. Zudem schlägt er Änderungen bei der Einkommen- und Erbschaftsteuer vor, um die Beitragslast der vermögendsten Bürger zu erhöhen.

Vassiliadis will eine Vermögenssteuer für Personen einführen, die mehr als 200.000 Euro jährlich verdienen. Darüber hinaus plant er, die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz von derzeit etwa 70.000 auf rund 100.000 Euro brutto pro Jahr anzuheben. Gleichzeitig schlägt er vor, den Spitzensteuersatz selbst um zwei bis drei Prozentpunkte zu erhöhen – und damit von derzeit 42 Prozent auf bis zu 45 Prozent zu bringen.

Obwohl er Widerstand von Wirtschaftsverbänden gegen Steuern auf Betriebsvermögen anerkennt, setzt er stattdessen auf höhere Erbschaftsteuern. Sein zentrales Argument: Die Ultrareichen sollen durch gezielte Abgaben stärker zur Finanzierung öffentlicher Investitionen – insbesondere in Infrastruktur und Verteidigung – beitragen.

Ziel der Vorschläge ist eine gerechtere Verteilung der finanziellen Lasten bei gleichzeitiger Deckung dringender nationaler Ausgabenbedarfe. Vassiliadis betont, dass diese Maßnahmen sicherstellen würden, dass die höchsten Einkommensbezieher und Vermögenden einen fairen Beitrag leisten.

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Der Gewerkschaftschef legt mit seinem Steuerkonzept den Fokus darauf, Mittel für Schlüsselbereiche aufzubringen, ohne die Wirtschaft übermäßig zu belasten. Durch die Anpassung der Einkommensgrenzen und Erbschaftsteuern zielen die Pläne auf langfristige Investitionen in öffentliche Dienstleistungen ab. Die weiteren Schritte hängen nun von der politischen und wirtschaftlichen Reaktion auf die vorgeschlagenen Reformen ab.

Quelle