19 March 2026, 14:35

Villeroy & Boch kämpft mit Golfkonflikt und sinkenden Prognosen trotz Umsatzplus

Liniengraph, der reduzierte Prognosen für zukünftige Öleinfuhren zeigt, mit begleitendem Text.

Iran-Krieg trübt Ausblick für Villeroy & Boch - Villeroy & Boch kämpft mit Golfkonflikt und sinkenden Prognosen trotz Umsatzplus

Villeroy & Boch verzeichnet leichten Umsatzanstieg für 2025 – Golfkonflikt belastet jedoch die Finanzprognosen

Der Keramikhersteller Villeroy & Boch meldet für das Jahr 2025 einen bescheidenen Umsatzzuwachs, doch der anhaltende Konflikt im Golfraum wirkt sich zunehmend negativ auf die finanzielle Perspektive des Unternehmens aus. Zwar stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 1,8 % auf rund 1,45 Milliarden Euro, dennoch musste das Unternehmen seine Prognosen für 2026 aufgrund der Kriegsfolgen in wichtigen Absatzmärkten nach unten korrigieren.

Der Nettogewinn von Villeroy & Boch kletterte 2025 auf 14,7 Millionen Euro – mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts von 6,6 Millionen Euro. Trotz dieses Wachstums hat der Golfkonflikt die Geschäfte in Israel und den angrenzenden Märkten zum Erliegen gebracht, wo das Unternehmen derzeit überhaupt keine Umsätze mehr erzielt. Für April rechnet Villeroy & Boch in diesen Regionen nur noch mit 30 % des Vorjahresumsatzes.

Gleichzeitig hat der Konflikt die Ölpreise im Vergleich zu 2021–2022 um 25 bis 40 % in die Höhe getrieben, was die Transport- und Energiekosten um bis zu 15 % steigen ließ. Lieferkettenverzögerungen und höhere Ausgaben führten 2025 zu einem Umsatzrückgang von 8 %. Für 2026 erwartet Villeroy & Boch nun einen Rückgang der Erlöse im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, während das bereinigte EBIT auf 75 bis 85 Millionen Euro prognostiziert wird.

Als Reaktion auf die Herausforderungen investierte das Unternehmen im vergangenen Jahr 45,8 Millionen Euro, unter anderem in ein neues Lagersystem am Standort Merzig. Zudem optimierte es sein Produktionsnetzwerk und bereitet die Schließung des Werks in Roeselare, Belgien, vor.

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges zwingen Villeroy & Boch, die Gewinnprognosen für 2026 zu senken. Angesichts der schwächelnden Kernmärkte und steigender Kosten steht das Unternehmen vor einem finanziell schwierigeren Jahr. Das bereinigte EBIT wird voraussichtlich sinken – ein weiterer Beleg für die weitreichenden Auswirkungen des Golfkonflikts auf die globalen Lieferketten.

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