Warnstreik im Einzelhandel: ver.di ruft nach gescheiterten Tarifverhandlungen zum Protest auf
Hans Jürgen ZobelWarnstreik im Einzelhandel: ver.di ruft nach gescheiterten Tarifverhandlungen zum Protest auf
Warnstreik im Einzelhandel nach gescheiterten Tarifverhandlungen
Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem Streik im Einzelhandel aufgerufen, nachdem die Lohnverhandlungen in einer Sackgasse endeten. Arbeitgeber und Gewerkschaft konnten sich nicht einigen, weshalb in mehreren Städten Proteste geplant sind.
Die Gespräche zwischen ver.di und den Arbeitgebern des Einzelhandels sind gescheitert. Trotz weiterer Verhandlungen haben die Arbeitgeber ihr Lohnangebot nicht erhöht. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die vorgeschlagenen Erhöhungen nicht mit der erwarteten Inflationsrate Schritt halten.
Laut aktuellem Vorschlag sollten Einzelhandelsbeschäftigte nach sechs Monaten eine Lohnerhöhung von 2 Prozent erhalten. Großhandelsmitarbeiter würden nach monatelanger Stagnation 1,8 Prozent mehr bekommen. Zudem fordert die Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag.
Von dem Streikaufruf betroffen sind große Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit und Douglas. Auch IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics sind einbezogen. Proteste sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt vorgesehen.
Die Gewerkschaft verlangt eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten. Zudem fordert sie eine jährliche Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro pro Ausbildungsjahr.
Die festgefahrenen Verhandlungen haben nun zu Arbeitsniederlegungen geführt. Beschäftigte und Auszubildende im Einzelhandel werden an den Protesten teilnehmen. Das Ergebnis dieser Aktionen könnte die künftigen Lohnverhandlungen beeinflussen.
