09 May 2026, 04:17

Warum Berlins Linkssteher auf Rolltreppen für Chaos sorgen

Eine U-Bahn-Stationstreppe mit Geländern auf beiden Seiten, die ein "Reise, wenn du wagst"-Schild oben und sichtbare Stationwände im Hintergrund zeigt.

Warum Berlins Linkssteher auf Rolltreppen für Chaos sorgen

Berlins Rolltreppen folgen einer unausgesprochenen Regel: rechts stehen, links gehen. In einer Stadt, in der Zeit eine wichtige Rolle spielt, sorgt dieses System für reibungslosen Ablauf. Doch manche ignorieren es komplett – indem sie einfach auf der linken Seite stehen und damit alle behindern, die es eilig haben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Problem dreht sich um die sogenannten Linkssteher – Menschen, die sich auf der linken Seite der Rolltreppe postieren, obwohl diese zum Gehen gedacht ist, während die rechte Seite denen vorbehalten bleibt, die stehen bleiben möchten. Wer links steht, bremst alle aus, die hinter ihm unterwegs sind.

In Berlin gelten Rolltreppen wie öffentlicher Nahverkehr – kein Ort zum Verweilen, sondern zum Vorankommen. Die Stadt lebt von Tempo, und wer diese Regel bricht, sorgt für Frust. Manche schlagen vor, Linkssteher sollten stattdessen die Treppe nehmen, statt den Fluss zu blockieren.

Es geht dabei nicht nur um Geschwindigkeit, sondern um Respekt vor einem gemeinsamen System, das den täglichen Arbeitsweg effizient hält. Und doch gibt es trotz aller Verärgerung keine offiziellen Schilder, die die Regel durchsetzen – nur Tradition und stillschweigendes Einverständnis.

Die Linkssteher stören weiterhin die Rolltreppen-Etikette Berlins. Ihr Verhalten zwingt andere, sich um sie herumzuschlängeln oder zu warten, was unnötige Verzögerungen verursacht. Vorerst verlässt sich die Stadt auf den gesunden Menschenverstand, um alles am Laufen zu halten.

Quelle