Windkraftausbau in Südwestthüringen: Regionalplan trotz Proteste beschlossen
Hans Jürgen ZobelWindkraftausbau in Südwestthüringen: Regionalplan trotz Proteste beschlossen
Regionale Planungsversammlung in Suhl billigt Entwurf für Windkraftausbau in Südwestthüringen
Eine regionale Planungsversammlung in Suhl hat einen neuen Entwurf für den Ausbau der Windenergie in Südwestthüringen verabschiedet – trotz Protesten von etwa 150 Anwohnern, die sich gegen die Pläne stellen. Der Entwurf geht nun in eine achtwöchige öffentliche Anhörung, die am 18. Mai beginnt.
Der Regionalplanungsverband Südwestthüringen (RPG) stimmte am Mittwoch über die zweite Fassung seines Regionalplans ab. Die angenommenen Version sieht 40 Vorranggebiete für Windkraftanlagen vor, davon sieben im Bereich der Rhön. Dazu gehören Standorte wie der Dietrichsberg bei Vacha, der Hetzeberg bei Möhra und der Hoppberg bei Dorndorf.
Der neue Plan erweitert die Flächen für Windenergie deutlich: Der Anteil steigt von 0,15 auf 1,7 Prozent der Region – das entspricht etwa 6.900 Hektar. Zwar würdigte Landrat Michael Brodführer (CDU, Wartburgkreis) die Bedenken der Demonstranten, doch die Abstimmung fiel mit 21 Stimmen dafür positiv aus.
Vor der Sitzung hatten Kritiker einen "stummen Protest" vor dem Gebäude organisiert. Darunter war auch die Bürgerinitiative (BI) Stadtlengsfeld gegen Windräder im Wald. Die Anhörungsphase, die am 18. Mai beginnt, fällt teilweise in die Sommerferien.
Der beschlossene Entwurf wird nun acht Wochen lang öffentlich ausgelegt. Anwohner und Verbände können bis zur finalen Beschlussfassung Stellungnahmen einreichen. Bei Umsetzung des Plans könnten auf 6.900 Hektar in Südwestthüringen neue Windkraftanlagen entstehen.






