27 April 2026, 14:27

Wolfsangriff in Thüringen: Schafhirte verliert sechs Tiere bei Urnshausen

Eine bewaldete Landschaft mit Schafen, die zwischen Bäumen und Pflanzen grasen, mit Text am unteren Rand.

Wolfsangriff in Thüringen: Schafhirte verliert sechs Tiere bei Urnshausen

Wolfsangriff bei Urnshausen in Thüringen: Hirte erleidet schwere Verluste

Ein Wolfsangriff in der Nähe von Urnshausen in Thüringen hat einen örtlichen Schafhirten schwer getroffen. Der Schafmeister Egon Specht entdeckte am Sonntagmorgen sechs tote Mutterschafe und zwei weitere schwer verletzt. Der Vorfall hat die Debatte darüber neu entfacht, wie mit Wölfen umgegangen werden soll, die Nutztiere bedrohen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Angriff ereignete sich in einer Herde, die in der Nähe von Urnshausen weidete. Egon Specht und sein Enkel Simon Specht fanden die Tiere mit tödlichen und schweren Bisswunden vor. Sechs Schafe starben, sechs weitere wurden so schwer verletzt, dass sie tierärztlich versorgt werden mussten.

Die Familie Specht meldete den Vorfall dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, genauer dem Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse. Beamte entnahmen Proben, um den Angriff zu bestätigen. Die Familie geht davon aus, dass mehrere Wölfe beteiligt waren.

Nutztierhalter in der Region fordern seit Langem klarere rechtliche Regelungen im Umgang mit sogenannten "Problemwölfen". Die Schafhirten argumentieren, dass ihre extensive Beweidung dazu beiträgt, die offene Kulturlandschaft der Rhön zu erhalten. Jedes verlorene Tier bedeutet für die Familie Specht Jahre der Zucht und finanzielle Investitionen.

Der Angriff hat die Familie Specht in erhebliche finanzielle und emotionale Not gebracht. Die Behörden ermitteln weiterhin, doch der Vorfall hat die Forderungen nach besseren Schutzmaßnahmen verstärkt. Nutztierhalter bestehen darauf, dass schnelles Handeln notwendig ist, um weitere Verluste in der Zukunft zu verhindern.

Quelle