04 February 2026, 18:53

58 Kilo Kokain in Lkw versteckt: Großrazzia auf Rastplatz B5

Ein Polizeiwagen vor einem Gebäude mit Text, eine Ampel mit Stange und Drähten im Vordergrund und Bäume mit einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

58 Kilo Kokain in Lkw versteckt: Großrazzia auf Rastplatz B5

Großrazzia: 58 Kilogramm Kokain auf Rastplatz an der B5 sichergestellt

Am 30. Januar 2026 kam es auf dem Rastplatz Bredstedt an der Bundesstraße 5 zu einem spektakulären Drogenschlag. Beamte beschlagnahmten 58 Kilogramm Kokain, das in einem Lkw versteckt worden war. Die Aktion wurde von der Gemeinsamen Autobahnaufklärungseinheit (GAA) in Schuby koordiniert, einer Spezialeinheit zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität.

Das Kokain, dessen Straßenwert auf etwa 4,6 Millionen Euro geschätzt wird, war bei einer Routinekontrolle in einem Sattelschlepper entdeckt worden. Der 63-jährige Fahrer, ein Kubaner, wurde festgenommen und muss sich nun vor Gericht verantworten.

Die GAA, die 2016 als gemeinsame Initiative von Polizei und Zoll gegründet wurde, hat ihre Aktivitäten in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Während die Einheit anfangs nur vereinzelte Kontrollen durchführte, führt sie heute über 1.200 jährliche Überprüfungen auf der Autobahn A7 durch. Ihre Arbeit führte bereits zu zahlreichen Großfunden, darunter 400 Kilogramm Kokain im Jahr 2023 sowie mehrere Tonnen Cannabis und Amphetamine 2024. Diese Erfolge trugen maßgeblich dazu bei, dass sich die Anzahl der Drogenfunde in der Region bis 2025 verdoppelte.

Am Tag der Beschlagnahmung wiesen die Beamten den Lkw zur genaueren Überprüfung auf den Rastplatz Bredstedt. Der Fahrer gab an, acht Paletten mit Dämmwolle von Hamburg nach Dänemark zu transportieren. Doch bei der Durchsuchung stießen die Ermittler in drei Umzugskartons zwischen der Ladung auf 50 einzeln verpackte Kokain-Pakete. Die Drogen waren gezielt zwischen den Paletten versteckt worden – eine typische Schmuggelmethode.

Nach dem Fund wurde der Fahrer vorläufig festgenommen und später in Untersuchungshaft genommen. Die weiteren Ermittlungen führt nun das Zollfahndungsamt Hamburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Flensburg.

Der Einsatz stellt einen weiteren bedeutenden Erfolg für die Gemeinsame Autobahnaufklärungseinheit in Schuby dar. Das beschlagnahmte Kokain im Wert von 4,6 Millionen Euro ist damit dem illegalen Handel entzogen. Die Behörden ermitteln weiterhin, um weitere Details über das hinter der Schmuggelaktion stehende Netzwerk aufzudecken.