Atomkraftgegner stoppen Transportverbot – Protestmarsch in Bottrop genehmigt
Albertine StollAtomkraftgegner stoppen Transportverbot – Protestmarsch in Bottrop genehmigt
Atomkraftgegner haben in letzter Minute einen juristischen Erfolg errungen und dürfen nun gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall in Bottrop protestieren. Rund 100 Demonstranten werden am 24. Januar 2026 auf die Straße gehen, nachdem ein Gericht polizeiliche Auflagen für ihre Marschroute aufgehoben hat. Die Gruppe lehnt den Transport von 152 Lkw-Ladungen mit Atommüll vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus ab und bezeichnet die Fahrten als unsicher.
Die von antiatomkraft-bewegten Gruppen organisierte Kundgebung beginnt gegen 11:00 Uhr in der Nähe der Autobahn A2 in Bottrop-Süd. Die Demonstranten wollen durch Wohngebiete in Bottrop-Fuhlenbrock ziehen, um auf die von ihnen behaupteten Risiken der Transporte aufmerksam zu machen. Ihr Motto "Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn" unterstreicht die Forderung, die Fahrten vollständig zu stoppen.
Ursprünglich hatte die Polizei den Marsch über Brücken der A2 aus Sicherheitsgründen verboten. Die Organisatoren, vertreten durch den Anwalt Wilhelm Achelpöhler, fochten die Entscheidung jedoch in einer Eilverhandlung vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen (Aktenzeichen: 14 L 102/26) an. Die Richter gaben ihnen recht und erlaubten die Nutzung der Brücken. Offizielle Termine für die Atommülltransporte stehen bisher noch nicht fest. Aktivisten fordern ein vollständiges Stopp der Transporte und warnen vor möglichen Gefahren während der Fahrten.
Mit dem Gerichtsurteil ist der Weg für die Demonstranten frei, ihre geplante Route – einschließlich der A2-Brücken – zu nutzen. Die Kundgebung findet wie geplant statt, wobei die Aktivisten auf die Risiken des Atommülltransports auf der Straße hinweisen wollen. Die Behörden haben noch nicht bestätigt, wann die 152 Lkw-Ladungen ihre Fahrt aufnehmen werden.