15 January 2026, 15:39

Bayern elektrifiziert Bahnstrecken: Diesel adé, Batteriezüge kommen

Ein Plakat bewirbt die elektrische Stadt Bergbahn, Deutschland, mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

Bayern plant mehr Oberleitungen für Schienenstrecken in Schwaben - Bayern elektrifiziert Bahnstrecken: Diesel adé, Batteriezüge kommen

Bayern treibt die Pläne zur Elektrifizierung wichtiger Bahnstrecken in Schwaben und Westoberbayern voran. Ziel ist es, Dieselzüge durch umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen – darunter batteriebetriebene und voll elektrifizierte Züge. Eine der ersten Strecken, die mit Oberleitungen ausgestattet wird, ist die Verbindung von Kempten nach Oberstdorf.

Das Projekt umfasst rund 100 Kilometer Gleis, wobei auf der 41 Kilometer langen Strecke zwischen Kempten und Oberstdorf die Elektrifizierung beginnen soll. Einige Züge werden direkt über Oberleitungen mit Strom versorgt, während andere auf Batterietechnik für nicht elektrifizierte Abschnitte setzen. Diese Batteriezüge können unter den Oberleitungen nachladen und auf gespeicherte Energie umschalten, wo keine Leitungen vorhanden sind.

Insgesamt sollen in den kommenden Jahren 17 Dieselstrecken in der Region auf batteriebetriebene Züge umgestellt werden. An mehreren Bahnhöfen werden Ladestationen für die neue Flotte eingerichtet. Der Freistaat Bayern übernimmt die Federführung bei der Planung, einschließlich der Verträge für Elektrifizierungsprojekte wie die Brenzbahn. Die Arbeiten an der Verlängerung der Illertalbahn sollen nach November 2025 beginnen. Batteriezüge dienen dabei als Übergangslösung, da das langfristige Ziel die vollständige Elektrifizierung aller Strecken bleibt. Bayern hat sich vorgenommen, Dieselzüge bis 2040 komplett abzuschaffen.

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Durch die Elektrifizierungsoffensive erhält auch Oberstdorf, ein bekannter Touristenort, Anschluss an das Oberleitungsnetz. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Abhängigkeit von Diesel reduziert und die Effizizienz des Schienenverkehrs in der gesamten Region gesteigert. Die ersten größeren Veränderungen werden erwartet, sobald die Planungsverträge Ende 2025 finalisiert sind.