01 February 2026, 04:53

Bayerns Siegesserie reißt nach chaotischem 2:2 gegen den HSV – ist die Krise da?

Ein Schiedsrichter spricht mit einem Fußballspieler auf dem Feld, umgeben von einer Gruppe von Menschen, mit einer Tafel, Stühlen und einer Treppe im Hintergrund.

Schiedsrichter-Frust nach XXL-Januar: Bayern stolpern gegen HSV - Bayerns Siegesserie reißt nach chaotischem 2:2 gegen den HSV – ist die Krise da?

Bayern Münchens Siegesserie in der Bundesliga endet jäh nach frustrierendem 2:2 gegen Aufsteiger Hamburger SV

Die dominierende Lauf des FC Bayern München in der Bundesliga ist nach einem ärgerlichen 2:2 gegen den frisch aufgestiegenen Hamburger SV abrupt gestoppt worden. In einer von Kontroversen und langen Spielunterbrechungen geprägten Partie verpassten es die amtierenden Tabellenführer zum zweiten Mal in Folge, einen Sieg einzufahren.

Sportdirektor Max Eberl kritisierte im Anschluss Schiedsrichter Harm Osmers scharf und warf ihm fehlerhafte Entscheidungen sowie eine Beeinflussung durch die Zeitspiel-Taktik der Gegner vor.

Chaos von Anfang an – eines der längsten Spiele der Saison Die Begegnung in Hamburg war von Beginn an turbulent. Mit 16 Minuten Nachspielzeit entwickelte sie sich zu einem der längsten Spiele der Saison. Die Bayern, bereits erschöpft von sieben Pflichtspielen in nur 21 Tagen, hatten sichtbare Mühe, ihre gewohnte Überlegenheit aufrechtzuerhalten.

Eberl ließ in seinen Aussagen nach dem Spiel keine Zweifel an seiner Meinung: Osmers sei von der Situation "überfordert" gewesen, habe Schlüsselmomente falsch bewertet und Hamburgs gezielte Spielverzögerungen zugelassen. Besonders kritisierte der Sportdirektor einen Vorfall mit einem Balljungen, den er als unnötig und den Spielfluss störend bezeichnete.

Auch Trainer Vincent Kompany zeigte sich verärgert. Er monierte, dass klare Entscheidungen unnötig verkompliziert worden seien, was die Frustration seiner Mannschaft zusätzlich geschürt habe. Trotz der starken Tabellensituation – 51 Punkte aus 20 Spielen bei 74 erzielten Toren – bleibt Bayern nun bereits zum zweiten Mal in Folge sieglos, nachdem die Mannschaft vergangene Woche gegen Augsburg verloren hatte.

Vom Rekordstart zur ersten Krise? Die aktuelle Saison hatte für die Münchner deutlich besser begonnen als die wackelige Spielzeit 2023/24 unter Thomas Tuchel, als frühe Niederlagen den Verein im Rennen um die Meisterschaft hinter Bayer Leverkusen zurückwarfen – die später ungeschlagen den Titel holten. Diesmal hatte Bayern Rekorde aufgestellt, darunter die beste Punktausbeute nach 18 Spielen (50 Punkte, Torverhältnis +57) und einen Schnitt von 3,74 Toren pro Partie. Doch jetzt scheint der Schwung zu stocken.

Das Remis lässt die Bayern zwar weiterhin an der Tabellenspitze, doch der Druck wächst. Erschöpfung, Schiedsrichterentscheidungen und die Unfähigkeit, Hamburgs Abwehr zu knacken, werfen Fragen auf. Ohne Ligasieg seit der Niederlage gegen Augsburg muss sich das Team nun schnell fangen, um die Führung zu verteidigen.