Berliner Mordprozess gegen Palliativmediziner kurz vor dem Urteilsspruch
Lissi StiebitzBerliner Mordprozess gegen Palliativmediziner kurz vor dem Urteilsspruch
Der Mordprozess gegen einen 41-jährigen Palliativmediziner in Berlin nähert sich seinem Abschluss. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vorsätzlichen Mord aus niedrigen Beweggründen in 15 Fällen vor. Der Prozess begann vor fast einem Jahr, im Juli 2025, und hat aufgrund der Schwere der Vorwürfe beträchtliche Aufmerksamkeit erregt.
Der Arzt wurde Anfang August 2024 festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat seither die Anklage gegen ihn aufgebaut, während die Ermittlungsbehörden weitere 76 Fälle in Zusammenhang mit seiner Praxis prüfen.
Ein entscheidender Moment im Verfahren steht am 29. Juni bevor, wenn ein psychiatrisches Gutachten vorgestellt werden soll. Dieses Gutachten zielt darauf ab, die Persönlichkeit des Angeklagten sowie seine Schuldfähigkeit zu bewerten. Nach dessen Vorlage könnte das Gericht beschließen, die Beweisaufnahme abzuschließen, was den Weg für die Plädoyers noch am selben Tag ebnen würde.
Der Angeklagte, ein Arzt mit Promotion, hat bisher nicht erkennen lassen, ob er sich zu den Vorwürfen vor Gericht äußern wird.
Der Prozess dauert nun fast ein Jahr an, und die Beweisaufnahme könnte bald abgeschlossen werden. Falls das Gericht wie geplant vorgeht, könnten die Plädoyers bereits am 29. Juni beginnen. Das Urteil wird von den vorgelegten Beweisen abhängen, darunter das Gutachten und die laufenden Parallelermittlungen.
