Brandenburgs provokante Instagram-Warnung spaltet die Öffentlichkeit vor Silvester
Albertine StollMinisterium warnt mit Todesanzeige vor Silvester-Feuerwerk - Brandenburgs provokante Instagram-Warnung spaltet die Öffentlichkeit vor Silvester
Brandenburgs Innenministerium löst mit provokantem Instagram-Beitrag Debatte aus
Mit einem auffälligen Instagram-Beitrag warnt das Innenministerium Brandenburg vor den Gefahren illegaler Insta-Posts – und sorgt damit für Diskussionen. Die Botschaft wurde in Form einer fiktiven Todesanzeige für einen Mann gestaltet, der durch selbstgebaute Sprengkörper ums Leben gekommen sein soll. Die Behörde räumte ein, dass der Post bewusst starke Reaktionen hervorrufen und vor den Silvesterfeierlichkeiten für mehr Sensibilisierung sorgen solle.
In dem Beitrag verkündete das Ministerium den Tod der erfundenen Figur "Marc Brandenburch", der angeblich durch illegale Pyrotechnik starb. Der fiktive Fall erinnert an eine reale Tragödie aus dem vergangenen Jahr, als ein 21-jähriger Mann in Kremmen (Landkreis Oberhavel) getötet wurde, nachdem er einen nicht zugelassenen Sprengkörper gezündet hatte. Die Behörde rief die Bevölkerung dazu auf, auf illegale oder selbstgebaute Insta-Posts zu verzichten.
Innenminister René Wilke unterstützte den Post und "likte" ihn sogar auf Instagram. Das Ministerium betonte, dass der emotionale Ton beabsichtigt sei, um auf die Risiken rücksichtslosen Verhaltens aufmerksam zu machen. Unterdessen teilte auch die Brandenburgische Polizeigewerkschaft, die sich für ein vollständiges Böllerverbot einsetzt, die Grafik auf ihrem eigenen Account. Die Reaktionen im Netz fielen gemischt aus: Einige Nutzer kritisierten den Beitrag als geschmacklos, andere lobten den mutigen Ansatz zur Sicherheitsaufklärung. Die Warnung des Ministeriums erfolgte nur wenige Tage nach einem separaten Hinweis auf Verkehrschaos durch die Grenzkontrollen in Polen, der am 18. Dezember 2025 veröffentlicht worden war.
Der umstrittene Post rückt die Feuerwerkssicherheit vor Silvester in den Fokus. Die Behörden drängen weiterhin auf strengere Kontrollen und verweisen auf frühere Todesfälle sowie anhaltende Risiken. Die Debatte über den Ton der Kampagne spiegelt die größere Diskussion wider, wie Sicherheitsbotschaften am effektivsten an die Öffentlichkeit vermittelt werden können.






