Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und massivem Lehrermangel
Hans Jürgen ZobelBrandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und massivem Lehrermangel
Brandenburg steht vor dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Schülerzahlen Rekordhöhen erreichen. Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) hat Reformen angekündigt, um die Lese- und Rechenkompetenzen der Schüler zu verbessern. Doch wie die Personaldecke im kommenden Schuljahr aussehen wird, bleibt ungewiss.
Bereits zu Beginn des aktuellen Schuljahres klaffte eine Lücke im Lehrpersonal. Durch Haushaltskürzungen hat sich die Lage weiter zugespitzt: Allein der Haushaltsplan für 2025 sieht den Wegfall von 345 Vollzeitstellen im Schulbereich vor. Als Folge müssen Lehrkräfte seit dem zweiten Schulhalbjahr bereits eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche übernehmen.
Hoffmann skizzierte zwar Pläne zur Stärkung der Grundfertigkeiten in Deutsch und Mathematik. Dennoch räumte er ein, dass Schulen im nächsten Jahr möglicherweise nicht genug Personal erhalten, um den gesamten Lehrplan abdecken zu können. Die Kombination aus steigenden Schülerzahlen und schrumpfenden Ressourcen bringt Brandenburg in die Bredouille: Selbst grundlegende Bildungsstandards geraten ins Wanken.
Im bevorstehenden Schuljahr wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler so hoch sein wie nie zuvor in der Geschichte des Landes. Bei gleichzeitig sinkender Lehrkapazität und ohne Garantie auf eine vollständige Umsetzung der Lehrpläne stehen die Schulen vor enormen Herausforderungen. Hoffmanns Reformvorhaben zielen zwar auf die Schließung von Wissenslücken ab – doch der Personalmangel könnte ihre Wirkung stark begrenzen.






