18 January 2026, 01:19

Brandenburgs Verkehrsminister warnt vor Bahn-Chaos in Berlin und tritt zurück

Ein altes Buch mit einer detaillierten Zeichnung einer Eisenbahnschiene, umgeben von Text und anderen Illustrationen, das einen Überblick über ein Eisenbahnnetz bietet.

Minister: Bahnreisende müssen weiter leiden - Brandenburgs Verkehrsminister warnt vor Bahn-Chaos in Berlin und tritt zurück

Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert tritt zurück – warnt vor weiteren Bahn-Chaos in Berlin

Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert hat seinen Rücktritt erklärt und dabei auf die anhaltende politische Instabilität verwiesen. Der Schritt folgt dem Scheitern der SPD/BSW-Koalition und internen Parteistreitigkeiten. Vor seinem Ausscheiden warnte Tabbert Bahnreisende in Berlin vor weiteren Behinderungen aufgrund umfangreicher Modernisierungsprojekte.

Sein Rückzug tritt in Kraft, sobald in den kommenden Wochen eine neue Landesregierung gebildet wird. Bis dahin bleibt Tabbert trotz seines Austritts aus der BSW im Amt.

Der Minister räumte ein, dass auch er selbst immer wieder mit Verspätungen und Zugausfällen zu kämpfen habe, und kritisierte die häufigen Vollsperrungen von Strecken. Besonders nannte er die Verbindung Berlin–Hamburg sowie anstehende Sperrungen auf der Strecke Hannover–Berlin. Solche Maßnahmen zwängen Passagiere in teure und umständliche Schienenersatzbusse, so Tabbert.

Er hinterfragte zudem, warum nicht mehr Arbeiten ohne komplette Betriebseinstellungen durchgeführt werden könnten – wie es in anderen Ländern üblich sei. Die aktuelle Vorgehensweise sei für Fahrgäste wie Steuerzahler gleichermaßen belastend und kostspielig. Nach seinem Rückzug will sich Tabbert eigenen Interessen und gemeinnützigen Tätigkeiten widmen.

Sein Rücktritt erfolgt nach monatelangen politischen Spannungen, darunter der Zusammenbruch der Koalitionsregierung. Obwohl er der BSW nicht mehr angehört, bleibt er bis zur Amtsübergabe im Amt.

Die Warnungen des scheidenden Ministers deuten darauf hin, dass Bahnreisende in Berlin auch künftig mit Einschränkungen rechnen müssen, solange die Modernisierung andauert. Sein Rückzug markiert das Ende einer turbulenten Phase in der brandenburgischen Verkehrspolitik. In den nächsten Wochen soll eine neue Regierung die Weichen für die Zukunft des regionalen Schienennetzes stellen.