Bremen stärkt Schutz vor häuslicher Gewalt mit zwei neuen Beratungsstellen
Albertine StollBremen stärkt Schutz vor häuslicher Gewalt mit zwei neuen Beratungsstellen
In Bremen haben zwei neue Beratungsstellen zur Unterstützung bei häuslicher Gewalt ihre Türen geöffnet. Die Einrichtungen bieten Betroffenen und Täter:innen gleichermaßen kostenlose und vertrauliche Hilfe an. Beide Dienste setzen auf maßgeschneiderte Interventionen und Präventionsmaßnahmen, um Gewalt in Beziehungen zu bekämpfen.
Das Beratungs- und Interventionszentrum bei Beziehungsgewalt, getragen vom Diakonischen Werk Innere Mission, bietet anonymisierte Unterstützung für Überlebende. Dabei wird ihre Selbstbestimmung respektiert, während gleichzeitig Orientierungshilfe geleistet wird. Die Stelle richtet sich auch an nicht-binäre, intergeschlechtliche und trans Personen sowie an Männer.
Parallel dazu konzentriert sich Intervention.Plus, betrieben vom Verein Hoppenbank, auf die Arbeit mit Tätern. Das Programm unterstützt sie dabei, gewalttätiges Verhalten durch proaktive Beratung dauerhaft zu beenden. Ziel ist es, Gewaltspiralen zu durchbrechen und weitere Schädigungen zu verhindern. Dieser Ansatz ist Teil einer übergeordneten Strategie – ein vergleichbares Intervention.Plus-Zentrum existiert bereits in Köln. Beide Standorte arbeiten daran, wirksamen Schutz vor künftiger Gewalt zu gewährleisten.
Die neuen Beratungsstellen in Bremen erweitern den Zugang zu spezialisierter Hilfe. Betroffene und Täter haben nun mehr Möglichkeiten, vertrauliche und strukturierte Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Angebote zielen darauf ab, häusliche Gewalt durch die Bekämpfung ihrer Ursachen und nachhaltige Lösungsansätze zu verringern.






