23 January 2026, 18:38

Brosda lehnt Altersgrenzen in sozialen Medien ab – setzt auf Medienkompetenz der jungen Welt

Ein Plakat mit der Aufschrift "Genehmigungen und Inspektion" mit Bildern von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien.

Brosda lehnt Altersbeschränkung für soziale Netzwerke ab - Brosda lehnt Altersgrenzen in sozialen Medien ab – setzt auf Medienkompetenz der jungen Welt

Hamburgs Senator für Kultur und Medien, Carsten Brosda, hat sich gegen Altersbeschränkungen in sozialen Medien ausgesprochen. Solche Maßnahmen seien schwer durchzusetzen und weniger wirksam als die Vermittlung digitaler Kompetenzen an die junge Welt, argumentiert er. In seinen Äußerungen geht er auch auf Bedenken hinsichtlich der Verantwortlichkeit im Netz und der Identitätspolitik ein.

Brosda lehnt die Einführung von Altersgrenzen für den Zugang zu sozialen Medien ab. Die praktische Umsetzung würde seiner Ansicht nach erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringen. Stattdessen betont er, dass die Stärkung der digitalen Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen einen besseren Schutz biete.

Der Senator spricht sich zudem gegen eine Pflicht zur Verwendung von Klarnamen im Internet aus. Missbrauch und Verstöße fänden bereits unter realen Namen statt, daher sei Anonymität nicht das zentrale Problem, so Brosda. Sein Fokus liege darauf, dass Behörden diejenigen identifizieren und zur Rechenschaft ziehen können, die im Netz gegen Gesetze verstoßen. Anstatt auf restriktive Regelungen zu setzen, plädiert er für den Aufbau digitaler Fähigkeiten. Dies bereite die junge Welt besser darauf vor, Online-Risiken verantwortungsbewusst zu begegnen.

Brosdas Haltung zielt auf Bildung und Verantwortung ab, nicht auf pauschale Verbote. Digitale Medienkompetenz sei der zuverlässigste Weg, um Jugendliche im Netz zu schützen, so der Senator. Gleichzeitig unterstreicht er die Notwendigkeit einer wirksamen Verfolgung illegaler Handlungen – unabhängig davon, ob diese anonym begangen werden.