19 January 2026, 10:43

Bundesfreiwilligendienst verliert bundesweit an Attraktivität – auch in Sachsen-Anhalt

Eine detaillierte Karte von Karlsruhe, Deutschland aus dem Jahr 1900, mit Text und umfassendem Stadtplan.

2025 weniger Bundesfreiwillige in Sachsen-Anhalt - Bundesfreiwilligendienst verliert bundesweit an Attraktivität – auch in Sachsen-Anhalt

Bundesfreiwilligendienst verzeichnet rückläufige Teilnehmerzahlen in ganz Deutschland – auch in Sachsen-Anhalt

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) verzeichnet seit Jahren einen stetigen Rückgang der Teilnehmerzahlen – bundesweit wie auch in Sachsen-Anhalt. Das 2011 nach der Aussetzung der Wehrpflicht eingeführte Programm zog einst Tausende an, doch die Zahlen gehen kontinuierlich zurück. Aktuelle Daten zeigen, dass sich jährlich weniger Menschen für den Dienst entscheiden.

Der BFD hatte die Zivildienstpflicht ersetzt, als die allgemeine Wehrpflicht ausgesetzt wurde. Er bietet Freiwilligen einjährige Einsätze in anerkannten Einrichtungen an, kombiniert mit einem kleinen Taschengeld. Die Teilnehmer sind automatisch in der Renten-, Kranken-, Unfall-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versichert und erhalten zudem Zugang zu kostenlosen Seminaren.

In Sachsen-Anhalt ist der Trend deutlich: Vor einem Jahrzehnt begannen noch 1.952 Menschen den Bundesfreiwilligendienst, 2023 waren es nur noch 1.517. 2024 sank die Zahl weiter auf 1.561 Teilnehmer. Vorläufige Daten für 2025 zeigen einen Durchschnitt von lediglich 1.502 Freiwilligen. Auch das Diakonische Werk Sachsen-Anhalt meldet einen Rückgang der Anmeldungen zwischen 2023 und 2025. Bundesweit spiegelt sich dieses Muster wider: Die Teilnehmerzahl fiel von 34.240 im Jahr 2024 auf 33.240 im Jahr 2025.

Trotz strukturierter Einsatzmöglichkeiten mit sozialer Absicherung und Weiterbildungsangeboten bestätigen die aktuellen Zahlen den Abwärtstrend – sowohl in Sachsen-Anhalt als auch im gesamten Bundesgebiet. Im Vergleich zu den Vorjahren entscheiden sich immer weniger Menschen für das Programm.