Bundesregierung verbietet islamistische Organisation Muslim Interaktiv nach jahrelanger Beobachtung
Jan StahrBundesregierung verbietet islamistische Organisation Muslim Interaktiv nach jahrelanger Beobachtung
Die deutsche Bundesregierung hat die Organisation Muslim Interaktiv verboten, da sie sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung stellt. Die Entscheidung fiel im November 2025 nach jahrelanger Beobachtung durch die Behörden. Der Gruppe wurden seit Langem extremistische Verbindungen vorgeworfen, darunter Kontakte zu Hizb ut-Tahrir, einer verbotenen sektenähnlichen Organisation.
Die Bedenken gegen Muslim Interaktiv nahmen Anfang 2024 zu. Im April brachte die Hamburger CDU einen Antrag auf Landesebene ein, um die Gruppe zu verbieten, doch dieser scheiterte. Nur einen Monat später stufte der Hamburger Verfassungsschutz die Organisation als „gesichert extremistisch“ ein.
Auf Bundesebene reichte die AfD-Fraktion im Mai 2024 einen ähnlichen Antrag ein. Am 13. Juni 2024 lehnte der Bundestag diesen ab. Noch am selben Tag veröffentlichte Baumann ein Video auf Facebook, in dem die Gruppe unterstützt wurde.
Im Juni 2024 legte die CDU zudem einen Bundesantrag vor, um dem politischen Islam entgegenzuwirken. Die regierende Ampelkoalition blockierte diesen. Trotz dieser Rückschläge erließ das Bundesinnenministerium schließlich im November 2025 das Verbot gegen Muslim Interaktiv.
Das Verbot bedeutet, dass Muslim Interaktiv in Deutschland nicht mehr legal agieren darf. Die Behörden begründeten die Maßnahme mit der ideologischen Nähe der Gruppe zu Hizb ut-Tahrir und ihrer Haltung gegen die verfassungsmäßige Ordnung. Die Entscheidung folgt auf wiederholte politische Versuche, die Organisation einzuschränken.
