11 January 2026, 16:43

Dänischer Politiker warnt vor US-Plänen für Grönland – „Bedrohung ganz nah“

Mehrere Boote schwimmen auf dem Wasser, mit Grenzen auf der linken und rechten Seite des Bildes.

Dänischer Politiker warnt vor US-Plänen für Grönland – „Bedrohung ganz nah“

Ein dänischer Abgeordneter hat sich besorgt über Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump zu Grönland geäußert. Stefan Seidler, Bundestagsmitglied des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), warnte, dass die potenzielle Bedrohung für sein Bundesland Schleswig-Holstein "ganz nah" sei. Er forderte engere Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark, um der Situation zu begegnen.

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Seidler verwies auf die Risiken einer möglichen Annexion Grönlands durch die USA und bezog sich dabei auf die Behandlung indigener Gruppen wie der Inuit in Alaska. Ein solcher Schritt könnte seiner Ansicht nach die Rechte und die Autonomie der grönländischen Bevölkerung untergraben. Gleichzeitig kritisierte der Politiker NATO-Generalsekretär Mark Rutte und forderte, das Bündnis brauche eine Führung, die in dieser Frage klar Position beziehe.

Derzeit gibt es keine offiziellen Gespräche zwischen den USA und Dänemark über Grönland. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und die grönländische Führung lehnen Trumps Vorschläge ab und verweisen darauf, dass bestehende Verteidigungsabkommen die Sicherheitsbedürfnisse bereits abdecken. Dennoch befürchtet Seidler, die USA könnten bereits detaillierte Pläne für die Region ausgearbeitet haben – möglicherweise lägen diese sogar schon auf dem Schreibtisch des Präsidenten. Der Politiker betonte die Notwendigkeit eines besseren Schutzes kritischer Infrastruktur und klarer Verantwortlichkeiten als Reaktion auf die Bedrohung. Angesichts potenzieller Schifffahrtsrouten in der Nähe Schleswig-Holsteins bezeichnete er die Lage als "direkt vor unserer Haustür".

Seidlers Warnungen kommen zu einer Zeit anhaltender Spannungen um den Status Grönlands. Während sich die dänische und die grönländische Regierung gegen jede Einmischung der USA stellen, drängt der SSW auf eine stärkere regionale Zusammenarbeit. Nun rückt in den Fokus, wie die NATO und die europäischen Führungskräfte auf die anhaltende Unsicherheit reagieren werden.