Deutschland in Sorge: US-Militäroperationen in Venezuela eskalieren die internationale Krise
Albertine StollDeutschland in Sorge: US-Militäroperationen in Venezuela eskalieren die internationale Krise
Die deutsche Bundesregierung hat tiefe Besorgnis über jüngste Militäroperationen der USA in Caracas geäußert. Regierungsvertreter beschreiben die Lage in Venezuela als unübersichtlich und haben im Auswärtigen Amt einen Krisenstab einberufen. Unterdessen hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen die Angriffe scharf als völkerrechtswidrig und gefährlich verurteilt.
Katharina Dröge, Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, forderte von Berlin eine deutlichere Haltung. Sie warf der Bundesregierung vor, auf die Eskalationen unter Trump zu oft geschwiegen zu haben. Nach Ansicht Dröges verstoßen die US-Aktionen gegen das Völkerrecht und setzen ein gefährliches Präzedenzfall.
Die Politikerin warnte, andere Staaten könnten dem Vorbild Washingtons folgen und damit die globale Instabilität verstärken. Zudem kritisierte sie Trumps Außenpolitik, die militärische Stärke über rechtliche Normen stelle. Zwar räumte Dröge ein, dass Nicolás Maduros autoritäres Regime durch Wahlfälschungen, Repression und Menschenrechtsverletzungen geprägt sei – eine ausländische Intervention sei jedoch keine Lösung.
Die Grünen forderten die Bundesregierung auf, die USA öffentlich zum Abbau der Spannungen aufzufordern. Dröge betonte, dass die Achtung der Souveränität und des Völkerrechts jede Reaktion auf die Krise leiten müsse.
Die Bundesregierung steht in engem Kontakt mit ihrer Botschaft in Caracas, während die Spannungen zunehmen. Eine direkte Verurteilung der US-Angriffe durch deutsche Stellen steht bisher aus. Die Grünen drängen weiterhin auf eine stärkere diplomatische Antwort, um rechtliche Standards durchzusetzen.






