„Die Linke“ dominiert mit Parlamentsanfragen in Sachsen-Anhalts Landtag
Lissi StiebitzOppositionelle Parteien stellen mehr Fragen - „Die Linke“ dominiert mit Parlamentsanfragen in Sachsen-Anhalts Landtag
Die Linke stellt die meisten schriftlichen Parlamentsanfragen in Sachsen-Anhalts Landtag. In den vergangenen zwei Jahren hat Die Linke die meisten schriftlichen Anfragen im Landtag von Sachsen-Anhalt eingereicht. Daten aus dem frühen Jahr 2026 bestätigen ihre führende Rolle – besonders aktiv waren dabei die Abgeordnete Juliane Nagel und Susanne Schaper. Solche Anfragen sind ein zentrales Instrument der parlamentarischen Kontrolle und dienen der Transparenz staatlichen Handelns.
Seit 2021 wurden in Sachsen-Anhalt über 3.500 schriftliche Parlamentsanfragen eingereicht. Die Zahl ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, wobei die Themen von Sicherheit und Sozialpolitik über Gesundheit bis hin zu Bauprojekten reichen.
Allein in den Jahren 2024 und 2025 stammte etwa ein Drittel aller Anfragen von Die Linke. Besonders auffällig war ihr Engagement im Januar 2026, als Aktenzeichen wie 8/5498, 8/5499 oder 8/5500 ihre anhaltende Aktivität dokumentierten. Die AfD, als stärkste Oppositionspartei, steuerte im selben Zeitraum etwa jede fünfte Anfrage bei. Innerhalb der Regierungskoalition aus CDU, SPD und FDP fiel die SPD als aktivste Kraft auf. Gemeinsam brachten die drei Parteien in zwei Jahren 371 Anfragen ein – deutlich weniger als die Opposition insgesamt.
Der Anstieg der schriftlichen Anfragen spiegelt einen allgemeinen Trend zu verstärkter parlamentarischer Kontrolle wider. Die Linke dominiert dabei mit ihrem Fokus auf Regierungsverantwortung. Da die Themen zahlreiche Politikbereiche abdecken, prägen diese Anfragen weiterhin die öffentliche Debatte und die legislative Aufsicht.






