14 January 2026, 19:45

Domo Chemicals stoppt Produktion in Sachsen-Anhalt und Brandenburg – Hunderte Jobs bedroht

Ein detailliertes Diagramm eines Automotors mit beschrifteten Komponenten, begleitet von dem Text "Deutsches Patent 890,000,000 - Schematics des Motors".

Haseloff: Chemische Industrie braucht 'Boden unter den Füääen' - Domo Chemicals stoppt Produktion in Sachsen-Anhalt und Brandenburg – Hunderte Jobs bedroht

Belgischer Chemiekonzern Domo Chemicals stellt Produktion in drei deutschen Werken ein

Der belgische Chemiehersteller Domo Chemicals hat wegen Insolvenz die Produktion in seinen drei deutschen Standorten eingestellt. Betroffen sind Werke in Sachsen-Anhalt und Brandenburg, wodurch Hundertschaft Arbeitsplätze gefährdet sind. Regionale Verantwortliche warnen vor weitreichenden wirtschaftlichen Folgen für die gesamte Chemiebranche.

Zu den betroffenen Standorten gehört die Domo Engineering Plastics GmbH in Premnitz (Brandenburg) mit etwa 70 Beschäftigten. In Leuna (Sachsen-Anhalt) beschäftigt die Domo Chemicals GmbH 35 Mitarbeiter, während das größere Werk Domo Caproleuna GmbH rund 480 Menschen Arbeit gibt. Zwar laufen Bemühungen, die Anlagen in einen Notbetrieb zu überführen, doch ihre langfristige Zukunft bleibt ungewiss.

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Die Insolvenz bedroht auch lokale Zulieferer, insbesondere solche, die Domo mit Rohstoffen beliefern. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) betonte die Bedeutung des Schutzes der Chemieindustrie und bezeichnete sie als "systemrelevant" für die Region. Ohne Unterstützung drohe dem Sektor der Kollaps, warnte er. Die chemische und pharmazeutische Industrie Ostdeutschlands ist ein wichtiger Arbeitgeber mit etwa 63.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 30 Milliarden Euro. Domo Chemicals, mit Hauptsitz im belgischen Gent, gehört zu einem größeren Konzernverbund. Öffentliche Quellen geben jedoch bisher keine Auskunft über den Stand der Verhandlungen für die betroffenen Werke.

Der Produktionsstopp lässt Hunderte Jobs in der Schwebe und gefährdet die regionale Wertschöpfungskette. Die Behörden suchen weiterhin nach Lösungen, doch konkrete Vereinbarungen stehen noch aus. Die Krise unterstreicht die strukturellen Herausforderungen, vor denen die deutsche Chemieindustrie steht.