Eisige Neujahrsbräuche: Mutige Schwimmer trotzen Kälte und Strömungen
Albertine StollSchwimmer trotzen eiskaltem Weserwasser - Eisige Neujahrsbräuche: Mutige Schwimmer trotzen Kälte und Strömungen
Neujahrstag brachte eisige Traditionen und Absagen in Norddeutschland
Der erste Tag des neuen Jahres war in Norddeutschland von eisigen Bräuchen und Absagen geprägt. In Weyhe wagten sich 25 mutige Schwimmer auf eine 4,5 Kilometer lange Strecke durch eiskaltes Wasser. Gleichzeitig zwangen starke Winde die Veranstalter in Norden, ihren traditionellen Neujahrs-Polarplunge aus Sicherheitsgründen abzusagen.
Die 49. Auflage des Neujahrs-Schwimmens in Weyhe fand wie geplant statt, organisiert von der örtlichen Feuerwehr und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die Teilnehmer kämpften sich durch die Weser, wo die Wassertemperatur bei eisigen 4,5 °C lag und Eisschollen auf der Oberfläche trieben. Einige Schwimmer hatten mit starken Strömungen zu kämpfen und brauchten über zwei Stunden für die Strecke. Einige brachen vorzeitig ab und wurden von Begleitbooten aufgenommen.
Auf der Insel Wangerooge liefen unterdessen die Vorbereitungen für den jährlichen Neujahrs-Sprung in die Nordsee. Im vergangenen Jahr hatten sich mit 295 Teilnehmern – plus einem Hund – so viele wie nie zuvor in die Fluten gewagt. Der Sprung wird traditionell vom Tourismusverband Wangerooge und lokalen Gemeinschaften organisiert und zieht sowohl Einheimische als auch Gäste an. In Norden hingegen musste der geplante Neujahrsschwimmen abgesagt werden: Die Wettervorhersage kündigte heftige Windböen an, die die Bedingungen für die Teilnehmer zu gefährlich gemacht hätten.
Die Ereignisse zeigten einmal mehr die anhaltende Faszination für Neujahrs-Eisbäder – trotz harter Bedingungen. Während die Schwimmer in Weyhe ihr Ziel erreichten, bereitete sich Wangerooge auf einen erneuten Teilnehmerrekord vor. Die Absage in Norden erinnerte indes an die Risiken, die das unberechenbare Winterwetter mit sich bringt.






