24 January 2026, 04:37

Eklat nach dem Hamburger Derby: Vuskovic gerät mit Fans aneinander

Ein Hockey-Spiel in einer großen Arena mit Zuschauern, einem Zaun um die Eisfläche, einem Display mit der Aufschrift "St. Louis Blues vs Detroit Red Wings", Metallrahmen und einer Decke mit Deckenleuchten.

HSV-Trainer versteht Vuskovics Ärger nach Derby - Eklat nach dem Hamburger Derby: Vuskovic gerät mit Fans aneinander

Das 113. Hamburger Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV endete mit einem angespannten 0:0-Unentschieden. Nach dem Abpfiff nahm das Spiel jedoch eine hässliche Wendung, als der junge Verteidiger Luka Vuskovic mit gegnerischen Fans und Spielern aneinandergeriet. Seine Reaktion folgte auf angebliche Beleidigungen in Richtung seines gesperrten Bruders Mario Vuskovic, der wegen Dopings bis 2026 gesperrt ist.

Der 18-jährige HSV-Abwehrspieler Luka Vuskovic gehörte zu den besten Akteuren seiner Mannschaft auf dem Platz. In der 54. Minute verpasste er nur knapp den Führungstreffer mit einem kraftvollen Kopfball. Doch nach dem Spiel übermannte ihn die Frustration, als St.-Pauli-Anhänger ihn laut Berichten mit Spott über die Dopingsperre seines Bruders provozierten.

Mario Vuskovic, der ältere Bruder von Luka, war in der Saison 2022/23 wegen der Einnahme von EPO gesperrt worden und hatte zuletzt um die Zeit des 113. Derbys für den HSV gespielt. Luka reagierte, indem er den Auswärtsfans mit einer Geste zum Schweigen aufforderte. Kurze Zeit später spuckte er im Spieltunnel aus, was zu einer Auseinandersetzung mit Spielern des FC St. Pauli führte. HSV-Trainer Merlin Polzin verteidigte das Verhalten des Teenagers und machte den Stress durch die Situation seines Bruders sowie die Fan-Provokationen dafür verantwortlich. Polzin rief beide Vereine dazu auf, das Problem mit der nötigen Sensibilität anzugehen. Gegenüber Sky erklärte Luka später, er habe "nichts Gutes" über die St.-Pauli-Fans zu sagen.

Während das Derby torlos blieb, überschattete der nachträgliche Eklat das Ergebnis. Vuskovics Verhalten könnte weitere disziplinarische Konsequenzen nach sich ziehen. Unterdessen könnten HSV und St. Pauli gezwungen sein, die anhaltenden Spannungen zwischen ihren Fangruppen zu entschärfen.