Energiekrise gefährdet Langstreckenflüge – doch Europa profitiert vom Reiseboom
Jan StahrEnergiekrise gefährdet Langstreckenflüge – doch Europa profitiert vom Reiseboom
Deutschlands Kerosinversorgung bleibt vorerst stabil – damit können Flüge wie geplant stattfinden. Doch mit der Verschärfung der globalen Energiekrise wachsen die Sorgen um Langstreckenreisen. Anja Karliczek, Vorsitzende des Tourismusausschusses des Bundestags, warnt vor möglichen Beeinträchtigungen für Passagiere, die in ferne Ziele unterwegs sind.
Karliczek betonte, dass Reisende Schwierigkeiten haben könnten, ihr Langstreckenziel zu erreichen oder von dort zurückzukehren. Treibstoffknappheit in anderen Regionen könnte zu Flugausfällen oder Verspätungen führen. Sie unterstrich, dass niemand verlässlich vorhersagen könne, wie sich die Lage für Reisen nach Asien oder in den Nahen Osten entwickeln werde.
Unterdessen steigt die Nachfrage nach Urlaubszielen in Europa. Länder wie Spanien und Portugal verzeichnen einen Buchungsboom, da viele Reisende von Langstrecken- auf Kurzstreckenflüge umsteigen. Auch Deutschland könnte von diesem Trend profitieren – dank seines Rufs als sicheres und zuverlässiges Reiseziel.
Bisher sind Inlandsflüge und gebuchte Verbindungen in Deutschland nicht von Treibstoffengpässen betroffen. Doch über den Langstreckenverkehr hängt weiterhin die Unsicherheit, solange die Energiekrise anhält. Reisende könnten weiterhin näher gelegene Ziele bevorzugen – und so die Tourismusströme in Europa neu prägen.






