02 May 2026, 06:22

Ex-Berater fordern Demokraten-Sieg für stabile transatlantische Beziehungen

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts unterteilt sind und ein Titel weitere Details bereitstellt.

Ex-Berater fordern Demokraten-Sieg für stabile transatlantische Beziehungen

Zwei prominente Politiker haben die Wähler aufgefordert, bei den anstehenden US-Zwischenwahlen im November die Demokraten zu unterstützen. Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, früherer US-Botschafter, sind überzeugt, dass ein Sieg der Demokraten die transatlantischen Beziehungen neu gestalten könnte. Ihr Appell erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die Außenpolitik von Präsident Donald Trump und deren Auswirkungen auf Europa.

Heusgen und Murphy warnten, Trumps Haltung behandle Europa eher als Gegner denn als Verbündeten. Sie verwiesen auf die angespannten Beziehungen innerhalb der NATO und eine Abkehr von langjährigen Partnerschaften. Zudem kritisierten sie den Präsidenten dafür, die Gewaltenteilung zu untergraben – etwa durch Druck auf die Justiz und die Besetzung zentraler Bundesämter mit loyalen Gefolgsleuten.

In einer gemeinsamen Erklärung argumentierten sie, ein vom demokratischen Lager kontrollierter Kongress – oder gar ein künftiger demokratischer Präsident – könnte Stabilität wiederherstellen. Ein solcher Wandel, so ihre These, würde das transatlantische Bündnis stärken und zu faireren Handelsabkommen mit der EU führen. Beide betonten, die Achtung der Rechtsstaatlichkeit komme den USA und Europa mehr zugute als einseitige Maßnahmen.

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Über die Wahlpolitik hinaus schlagen die beiden eine neue deutsche Strategie für den UN-Sicherheitsrat vor. Ihr Modell sieht halbpermanente Sitze vor, um die Struktur des Gremiums reformieren und so mehr Gerechtigkeit und Effizienz zu schaffen.

Die Zwischenwahlen im November könnten nach Ansicht von Heusgen und Murphy einen Wendepunkt markieren. Ein demokratischer Sieg im Repräsentantenhaus – oder gar im Senat – könnte einige von Trumps Politiken rückgängig machen. Ihre Äußerungen spiegeln die breiteren Sorgen über die US-Führungsrolle und deren langfristige Folgen für globale Bündnisse wider.

Quelle