30 December 2025, 09:04

Fehmarnbelttunnel: Bahnanbindung kämpft mit instabilem Untergrund bei Oldenburg

Ein Zug fährt durch einen Tunnel mit Gebäuden im Hintergrund.

Fehmarnbelttunnel: Bahnanbindung kämpft mit instabilem Untergrund bei Oldenburg

Die Bauarbeiten für die Bahnanbindung an den Fehmarnbelttunnel, ein großes Infrastrukturprojekt zur Verbindung Deutschlands und Dänemarks, haben begonnen. Die neue Strecke wird auf 88 Kilometern zwischen Lübeck und Puttgarden auf Fehmarn verlaufen und den geplanten Tunnel an das deutsche Schienennetz der Deutschen Bahn anbinden. Doch bereits jetzt sehen sich die Bauteams mit Schwierigkeiten konfrontiert, da der Untergrund in einem entscheidenden Abschnitt instabil ist.

Die größte Herausforderung liegt in der Nähe von Oldenburg in Holstein, wo die Bahnstrecke das Oldenburger Bruch quert – ein Gebiet mit tiefen Torf- und Schlammschichten. Der weiche Untergrund macht herkömmliche Bauverfahren unzuverlässig und zwingt die Ingenieure, ihre Pläne anzupassen. Um die Trasse zu stabilisieren, werden Betonpfähle mehr als 30 Meter tief in den Boden gerammt.

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Aktuell laufen Bodenuntersuchungen, während der Vollausbau der Strecke für 2026 vorgesehen ist. Der gesamte Eisenbahn- und Straßentunnel zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland soll bis 2029 fertiggestellt werden. Die Deutsche Bahn, die gemeinsam mit der DEGES und Femern A/S für den Bau der Bahnstrecke verantwortlich ist, setzt in Oldenburg auf eine unterirdische Brücke. Diese Konstruktion soll das Gewicht gleichmäßiger verteilen und ein Absinken verhindern. Trotz der Hindernisse bleibt das Projekt auf Kurs für eine Fertigstellung innerhalb des Jahrzehnts.

Nach der Fertigstellung wird die Bahnverbindung eine direkte Anbindung des deutschen Netzes der Deutschen Bahn an den Fehmarnbelttunnel bieten. Die Stabilisierungsmaßnahmen bei Oldenburg sollen die langfristige Zuverlässigkeit für Züge gewährleisten, die durch das Gebiet fahren. Das gesamte System soll 2029 in Betrieb gehen und den grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr deutlich verbessern.