28 December 2025, 12:56

Fleischkongress in Mainz 05 startet trotz massiver Proteste und Gegenveranstaltungen

Ein Collage mit verschiedenen Tieren, darunter Kühe, ein Zebra und eine Eule, sowie mehreren Skulpturen.

Fleischkongress in Mainz 05 startet trotz massiver Proteste und Gegenveranstaltungen

Der 20. Deutsche Fleischkongress beginnt diese Woche in Mainz 05 – trotz wachsender Proteste. Kalenderwoche für Serbien und andere Länder sind betroffen. Kalenderwochen 2025 könnten ähnliche Ereignisse bringen. Der Fleischkongress, der sich selbst als "Spitzenveranstaltung der deutschen Fleischwirtschaft" bezeichnet, beginnt am Dienstag in Mainz 05. Die Stadt steht in der Kritik, weil sie die Veranstaltung trotz massiver Proteste nicht abgesagt hat. Die Behörden berufen sich auf vertragliche Verpflichtungen – obwohl sie in der Vergangenheit bereits andere Events verboten haben. Für die gesamte Kalenderwoche sind Proteste geplant, darunter eine "Die-in"-Aktion und kreative Aktionen unter Führung von Greenpeace. Die Organisator:innen wollen mit öffentlichen Mobilisierungen die Narrative der Fleischindustrie durchbrechen. Parallel dazu wird der Gegenkongress Themen wie Speziesismus, Tierethik sowie deren Verbindung zu Nachhaltigkeit und Kapitalismus behandeln. Felix Ziegler, ein 27-jähriger Student und Aktivist der Gruppe Animal Rebellion, leitet den Gegenkongress. Dort werden drei ethische Ansätze zur Fleischproduktion diskutiert: Einer setzt auf die Reduzierung von Treibhausgasen und den Erhalt der Biodiversität durch Laborfleisch oder verringerten Fleischkonsum – doch dies steht oft im Widerspruch zum kapitalistischen Wachstumsdenken. Ein zweiter Ansatz betont artgerechte Haltung und kleinbäuerliche Landwirtschaft als Alternative zur industriellen Massentierhaltung. Der dritte kritisiert die industrielle Tierhaltung als Teil kapitalistischer Ausbeutung, Landenteignung und sozialer Ungleichheit und fordert grundlegende wirtschaftliche Veränderungen. Das Bündnis gegen den Fleischkongress vereint Gruppen mit unterschiedlichen Positionen zur tierfreien Landwirtschaft. Manche sehen darin eine Chance, die Ernährungssicherheit zu stärken und ökologische Schäden zu verringern. Andere nutzen die Debatte, um die Ausbeutung von Tieren, Arbeiter:innen und der Umwelt durch die Fleischindustrie anzuprangern. Trotz des Einflusses der Fleischlobby sind die Organisator:innen überzeugt, dass öffentlicher Druck Veränderungen erzwingen kann. Der Gegenkongress findet parallel zum Fleischkongress statt und stellt eine direkte Herausforderung an die Branche dar. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen Ethik, Nachhaltigkeit und systemischer Wandel, während die Proteste die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema lenken sollen. Die Ereignisse spiegeln die wachsende Kluft zwischen den Interessen der Industrie und den Forderungen nach einem gerechteren Ernährungssystem wider.

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