Frankfurt plant Milliardenausbau für U-Bahnen und Straßenbahnen bis 2035
Hans Jürgen ZobelAusbauplan für das Schienennetz in Frankfurt genehmigt - Frankfurt plant Milliardenausbau für U-Bahnen und Straßenbahnen bis 2035
Frankfurts Stadtrat gibt grünes Licht für großen Ausbau des ÖPNV-Netzes
Der "Gesamtplan Schienenverkehr 2035+" sieht Investitionen in Millionenhöhe vor, um den schienengebundenen Nahverkehr in der Stadt zu verbessern. Behördenvertreter bezeichnen den Beschluss als entscheidenden Schritt zur Modernisierung der Frankfurter Infrastruktur.
Der neu verabschiedete Plan konzentriert sich auf 23 ausgewählte Projekte, die aus einer ursprünglichen Liste von 56 Vorschlägen herausgefiltert wurden. Zu den zentralen Maßnahmen zählen Modernisierungen des U-Bahn-Netzes, darunter eine mögliche Verlängerung der Strecke über den Südbahnhof hinaus in Richtung Sachsenhäuser Warte. Ein Teil dieser Trasse könnte – sofern final beschlossen – auch oberirdisch verlaufen.
Ebenfalls vorgesehen ist der Bau einer neuen Straßenbahnbrücke über den Main sowie ein genereller Ausbau des Straßenbahnnetzes. Zudem soll die Anbindung äußerer Stadtteile wie Bergen-Enkheim im Osten und Eckenheim im Norden verbessert werden.
Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) bezeichnete den Plan als "Grundlage für künftige politische Entscheidungen". Nun folgen Machbarkeitsstudien, die Kosten und Umsetzbarkeit prüfen, bevor mit der Realisierung begonnen wird. Die Zustimmung des Stadtrats erfolgte nach vorheriger Unterstützung durch das Frankfurter Magistrat und den Verkehrsausschuss – die Abstimmung galt daher weitgehend als Formsache.
Der Plan markiert den Auftakt für eine langfristige Strategie zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs in Frankfurt. Mit den 23 nun priorisierten Projekten werden weitere Untersuchungen Zeitpläne und Finanzierung klären. Sollten die Vorhaben umgesetzt werden, könnten sie bis 2035 das Mobilitätsverhalten der Frankfurter Bürger grundlegend verändern.