31 January 2026, 16:48

Gegenproteste gegen Compact-Jubiläum: Höcke und Elsässer im Visier der Demonstranten

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder und Plakate vor einem Gebäude, während zwei Personen im Vordergrund sitzen und ein Müllcontainer rechts zu sehen ist, bei einer Demonstration in Deutschland.

Demonstration gegen das 'Compact'-Magazin-Event - Gegenproteste gegen Compact-Jubiläum: Höcke und Elsässer im Visier der Demonstranten

Gegenprotest gegen Jubiläumsveranstaltung des Compact-Magazins geplant

In Deutschland formiert sich Widerstand gegen die Feierlichkeiten zum 15-jährigen Bestehen des Compact-Magazins. Demonstranten wollen die Veranstaltung stören, an der prominente Rechtsextreme wie Björn Höcke, Landesvorsitzender der AfD in Thüringen, teilnehmen sollen. Kritik gibt es wegen der extremistischen Verbindungen des Magazins und der umstrittenen Positionen seiner Gäste.

Unter dem Motto "Jürgen und Björn – wir machen euch die Party kaputt!" richtet sich der Protest direkt gegen Jürgen Elsässer, den Chefredakteur von Compact*, und Höcke. Die Organisatoren wollen verhindern, dass der Veranstaltungsort zu einem regelmäßigen Treffpunkt der rechtsextremen Szene in Deutschland wird. Dies ist nicht der erste Widerstand: Bereits im August 2025 hatten rund 50 Personen gegen das Sommerfest des Magazins im thüringischen Stößen (Burgenlandkreis) protestiert.

Das Compact-Magazin hat eine umstrittene Geschichte: 2024 wurde es vom Bundesinnenministerium vorübergehend verboten, doch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hob den Beschluss 2025 wieder auf. Seit 2021 stuft der Verfassungsschutz das Blatt als gesicherte rechtsextreme Organisation in Deutschland ein.

Über die tatsächliche Auflage des seit 2009 erscheinenden Magazins gibt es keine verlässlichen Zahlen – weder durch eigene Angaben noch durch unabhängige Schätzungen.

Die Gegenproteste zeigen den anhaltenden Widerstand gegen rechtsextreme Veranstaltungen in Deutschland. Trotz früherer juristischer Rückschläge bleibt Compact aktiv, doch die Demonstranten sind entschlossen, seine Einflussnahme zu blockieren. Der Ausgang der Veranstaltung könnte ein Signal dafür sein, wie künftig mit solchen Treffen in Deutschland umgegangen wird.