06 February 2026, 23:07

Gil Ofarim bricht sein Schweigen zum Davidstern-Skandal im Dschungelcamp

Ein Mann im Anzug und Krawatte sitzt an einem Tisch mit einem Mikrofon, trägt eine Brille und hat eine andere Person Hand auf der linken Seite und einen Vorhang im Hintergrund.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim bricht sein Schweigen zum Davidstern-Skandal im Dschungelcamp

Gil Ofarim hat sich in einer aktuellen Folge von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! erstmals ausführlich zum Davidstern-Skandal von 2021 geäußert. Der Sänger geriet in die Kritik, nachdem er einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels des Antisemitismus bezichtigt hatte – eine Anschuldigung, die er später vor Gericht als falsch eingestand. Seine jüngsten Äußerungen kommen Jahre nach dem Vorfall, der damals Proteste und juristische Auseinandersetzungen auslöste.

Im Oktober 2021 behauptete Ofarim, ein Angestellter des Leipziger Westin Hotels habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Halskette zu verstecken. Er teilte die Geschichte in den sozialen Medien, was zu öffentlicher Empörung und Bedrohungen gegen die Hotelmitarbeiter führte. Der beschuldigte Mitarbeiter, nur als Herr W. bekannt, wurde umgehend freigestellt, obwohl das Hotel nie eine offizielle Stellungnahme abgab.

Ofarim bestand darauf, es gebe einen Zeugen, der die Halskette gesehen habe, und behauptete, die Überwachungsaufnahmen seien manipuliert worden. Er argumentierte, es fehlten Sekunden im Video, und bezeichnete die verbreitete Aufnahme als Fälschung. Doch 2023 gab er vor Gericht zu, die gesamte Geschichte erfunden zu haben.

Der Fall endete mit einer Schadensersatzzahlung von 10.000 Euro, die zwischen der jüdischen Gemeinde Leipzigs und der Stiftung für die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz aufgeteilt wurde. Als er in Ich bin ein Star dazu befragt wurde, berief sich Ofarim auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Später bestätigte jedoch der Anwalt des Hotelmitarbeiters, dass es eine solche Vereinbarung nie gab – lediglich eine Unterlassungserklärung sei ergangen.

Die Hotelaufnahmen zeigten keinerlei Spuren der Halskette, doch Ofarim hielt an seiner Version fest, bis er sie vor Gericht widerrief. Über weitere Maßnahmen des Hotels zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle wurde seitdem nichts bekannt.

Der Skandal hatte juristische Konsequenzen, finanzielle Entschädigungen und eine öffentliche Rücknahme der Vorwürfe durch Ofarim zur Folge. Seine jüngsten Fernsehäußerungen sind die erste ausführliche Stellungnahme zum Fall seit dem Gerichtsurteil. Unklar bleibt, wie das Hotel mit der Situation umgegangen ist – dokumentierte Änderungen in der Hotelpolitik nach dem Vorfall gibt es nicht.