Gil Ofarim löst mit RTL-Auftritt neue Antisemitismus-Debatte aus – während Olympia alle Rekorde bricht
Jan StahrRund vier Millionen sehen Gil's Aussagen - Gil Ofarim löst mit RTL-Auftritt neue Antisemitismus-Debatte aus – während Olympia alle Rekorde bricht
Die Eröffnungsfeier der Winterolympiade zog in Deutschland Millionen Zuschauer an und überstrahlte mühelos Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! auf RTL. Unterdessen löste der Auftritt des Sängers Gil Ofarim in der Show neue Kritik an seinen früheren Antisemitismus-Vorwürfen aus. Seine Aussagen, die fast 4 Millionen Menschen verfolgten, befeuerten die Debatte über seine Glaubwürdigkeit und die Entscheidung von RTL, ihn einzuladen.
Am Freitagabend dominierte die Eröffnungsfeier der Winterspiele das deutsche Fernsehen mit 5,23 Millionen Zuschauern und erreichte einen Marktanteil von 22,3 Prozent – mit starker Resonanz in allen Altersgruppen. Die Übertragung übertrumpfte sogar Ich bin ein Star, das zur gleichen Zeit ausgestrahlt wurde.
Während der Sendung nahm Ofarim zu dem Vorfall von 2021 in einem Leipziger Hotel Stellung. Er beharrte darauf, ein Zeuge habe seinen Davidstern-Halskettenanhänger gesehen, und behauptete, Überwachungsaufnahmen seien manipuliert worden. Auf Nachfragen verwies er auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung – doch der Anwalt des Hotelmitarbeiters widerlegte später, dass es eine solche Schweigepflicht überhaupt gebe.
Die öffentliche Reaktion fiel prompt und scharf aus. Nutzer in sozialen Medien und YouTube-Kommentatoren bezeichneten den Auftritt als "irre Lügenshow" und warfen Ofarim Ausweichmanöver und Selbstviktimisierung vor. Viele hinterfragten, warum RTL ihn überhaupt eingeladen habe, angesichts seiner Vorgeschichte mit falschen Anschuldigungen. Rund 3,97 Millionen Zuschauer verfolgten seine Aussagen, doch bisher haben sich keine größeren Organisationen zu der Ausstrahlung geäußert.
Die Eröffnungsfeier der Winterolympiade bleibt der klare Quotenrenner des Abends und lockte über eine Million Zuschauer mehr als Ich bin ein Star. Ofarims Auftritt hingegen wirft weiterhin Fragen nach Verantwortung und Medienethik auf. Seine umstrittenen Behauptungen, auf die mit Skepsis reagiert wurde, sind seit der Sendung von keiner juristischen oder Interessenvertretung öffentlich kommentiert worden.