03 January 2026, 10:49

Habermas’ unveröffentlichter Nachlass wird 2026 an der Goethe-Uni zugänglich

Mehrere Holzregale voller Bücher, mit Monitoren auf der rechten Seite eines Tisches und dem Wort 'BIBLIOTECA' oben angezeigt.

Habermas-Archiv nun vollständig in Frankfurt - Habermas’ unveröffentlichter Nachlass wird 2026 an der Goethe-Uni zugänglich

Der vollständige Nachlass von Jürgen Habermas, bekannt als sein Vorlass, wird 2026 an der Goethe-Universität Frankfurt für Forscher zugänglich gemacht. Die Sammlung umfasst Jahrzehnte an unveröffentlichten Texten, privaten Briefen und digitalen Aufzeichnungen aus dem Schaffen des renommierten Philosophen. Für die Aufarbeitung des umfangreichen Materials wird eine eigene Forschungsstelle über zwei Jahre eingerichtet.

Bereits 2011 hatte Habermas erstmals Unterlagen aus seiner Arbeit bis 1994 der Universität überlassen. Diese erste Übergabe umfasste Dokumente aus seiner frühen intellektuellen Entwicklung und akademischen Laufbahn. Eine zweite Schenkung folgte 2025, die sich auf die vergangenen drei Jahrzehnte konzentrierte.

Die jüngste Lieferung enthält unveröffentlichte Schriften, persönliche Korrespondenz – darunter Briefwechsel mit dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi – sowie digitale Dateien von Habermas’ Computer. Diese Ergänzungen erweitern den Umfang des Archivs und bieten tiefere Einblicke in seine späteren Jahre.

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Mathias Jehn, Leiter der Kurationsabteilung der Universität, betonte, der Vorlass sei eine unschätzbare Quelle. Forscher erhalten Zugang zu nahezu allen professionellen Dokumenten Habermas’, von denen viele bisher noch nie untersucht wurden. Der Philosoph hat zudem seine gesamte Privatbibliothek der Universität vermacht, die jedoch erst nach seinem Tod übergeben wird.

Um die umfangreiche Sammlung zu verwalten, wird die Goethe-Universität ab 2026 eine zweijährige Forschungsstelle finanzieren. Diese soll sich auf die Systematisierung und Katalogisierung der Archive für die wissenschaftliche Nutzung konzentrieren.

Der Vorlass ermöglicht Forschern beispiellosen Zugang zu Habermas’ intellektuellem Erbe. Die Archive, die seine gesamte Karriere umfassen, werden ab 2026 systematisch erschlossen und zur Verfügung gestellt. Die Einrichtung einer eigenen Forschungsstelle durch die Universität stellt sicher, dass das Material für die wissenschaftliche Auswertung vorbereitet wird.