Heidi Klum fordert mehr Vielfalt in der Modebranche bei *Glamour*-Preisverleihung
Albertine StollHeidi Klum möchte auch Männer mit Glatze in der Werbung sehen - Heidi Klum fordert mehr Vielfalt in der Modebranche bei *Glamour*-Preisverleihung
Heidi Klum erhielt am 14. November 2025 bei der Glamour Women of the Year-Gala in Berlin den Preis als "Global Icon". Das Supermodel nutzte die Gelegenheit, um mehr Vielfalt in der Modebranche zu fordern, und kritisierte, dass die Industrie bei der Repräsentation rückwärtsgehe. Ihre Tochter Leni hielt bei der Veranstaltung eine Ehrungsrede zu ihren Gunsten.
Klum setzt sich seit Langem für eine breitere Inklusion im Modelbusiness ein. Sie lobte die Pariser Show von Vivienne Westwood im Oktober 2023, bei der auch männliche Models mit zurückweichendem Haaransatz auftraten, und argumentierte, dass dies normalisiert werden sollte – schließlich seien Gehaarverlust bei Männern weit verbreitet. Ihr eigener Laufstegauftritt bei dieser Show unterstrich ihr Engagement, Branchenstandards infrage zu stellen.
Zudem forderte sie mehr Vielfalt bei Körpertypen und betonte, dass Kurven und unterschiedliche Staturen auf dem Catwalk gefeiert werden sollten. Zwar begrüßte Klum den Aufstieg älterer Models, doch zeigte sie sich frustriert, dass die Modebranche nach wie vor hinter der realen Vielfalt der Gesellschaft zurückbleibe. Bei der Berliner Preisverleihung wurden auch andere Persönlichkeiten geehrt, darunter die Rapperin Badmómzjay, die Schauspielerin Madelyn Cline und die Sängerin Leony. Weitere Preisträgerinnen in Kategorien wie "Gamechanger", "Next Gen Icon" oder "Musikerin des Jahres" wurden jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben – abgesehen von Klum und ihrer Tochter Leni.
Die Auszeichnung fällt in eine Phase, in der Klum weiterhin für Veränderungen in einer Branche kämpft, die sie als rückschrittlich empfindet. Ihre Forderungen nach realistischerer Repräsentation – von Haaransätzen bis zu Körperformen – bleiben zentral für ihr öffentliches Wirken. Die Veranstaltung war zudem ein persönlicher Moment, da Leni Klum in ihrer Rede den Einfluss ihrer Mutter würdigte.






