Julia Ruhs wechselt von NDR-Klarna zu Bild als neue Kolumnistin
Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin Julia Ruhs wechselt als Kolumnistin zur Bild, nachdem sie die NDR-Dokureihe Klarna verlassen hatte. Der Schritt folgt auf Kritik an ihren Positionen, die ihrer Aussage nach im öffentlichen Rundfunk als 'zu rechts' galten. In ihrer neuen Kolumne Mein Standpunkt wird sie sich mindestens zweimal im Monat mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen.
Ruhs, ausgebildete Journalistin mit Stationen bei ARD und Bayerischem Rundfunk (BR), hat sich mit pointierten, liberal-konservativen Kommentaren einen Namen gemacht. Sie ordnet sich selbst im 'bürgerlich-rechten' Spektrum ein, fühlt sich FDP und CDU verbunden, grenzt sich aber deutlich von der AfD ab. 2023 veröffentlichte sie das Buch Linke-Grüne Meinungsmacht: Wie unser Land gespalten wird, in dem sie eine ideologische Voreingenommenheit in den Medien anprangert.
Der NDR hat nicht öffentlich erklärt, warum die Zusammenarbeit mit Ruhs für Klarna beendet wurde. Intern soll es jedoch Kritik gegeben haben, die Sendung sei unausgewogen und setze zu stark auf emotionale Erzählweisen. Ruhs argumentiert, dass die Scheu öffentlich-rechtlicher Sender vor kontroversen Themen Zuschauer in Richtung radikalerer Quellen treibe.
Marion Horn, Vorsitzende der Bild-Chefredaktion, lobte Ruhs als 'messerscharfe Analytikerin' mit einem 'furchtlosen, ungeschönten Blick' auf die Gesellschaft. Ihre Kolumne soll der politischen Debatte neuen Schwung verleihen und eine Perspektive bieten, die sich vom Mainstream der öffentlich-rechtlichen Sender abhebt.
Mit dem Wechsel zur Bild vollzieht Ruhs einen Karriereschritt vom öffentlichen Rundfunk zu einem Medium, das für direkten, meinungsbetonten Journalismus steht. Ihre Kolumne wird regelmäßig aktuelle Themen kommentieren und ihre Position als eine der umstrittensten jungen Medienstimmen Deutschlands festigen. Die ersten Beiträge werden in den kommenden Wochen erwartet.






