Kennedy attackiert deutsche Bahn wegen Pandemie-Strafverfahren gegen Ärzte
Albertine StollUS-Gesundheitsminister kritisiert Deutschland wegen COVID-19-Verfahren - Kennedy attackiert deutsche Bahn wegen Pandemie-Strafverfahren gegen Ärzte
US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. kritisiert deutsche Bahn wegen Strafverfahren im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie
Der US-amerikanische Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat die deutsche Bahn für ihr Vorgehen in Strafverfahren im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie scharf kritisiert. In einem am 10. Januar 2026 veröffentlichten Video warf er den Behörden vor, die Patientenautonomie zu untergraben und persönliche medizinische Entscheidungen einzuschränken.
Kennedy behauptete, dass über 1.000 deutsche Bahnärzte und tausende Patienten wegen der Ausstellung von Befreiungen von der Maskenpflicht und COVID-19-Impfungen strafrechtlich verfolgt würden. Seine Äußerungen erfolgten in Verbindung mit einem Schreiben an die deutsche Bahnministerin Nina Warken, deren Nachnamen er in seinem Social-Media-Beitrag jedoch falsch schrieb.
Kennedy argumentierte, die deutsche Bahn habe ihre Befugnisse überschritten, indem sie Bahnärzte kriminalisiere, die Patienten von Pandemie-Maßnahmen abrieten. Dies bezeichnete er als Verletzung von Prinzipien, "die freie Gesellschaften stets als unantastbar betrachtet hätten". Besonders kritisierte er den Entzug von Approbationen, den er als ungerecht und politisch motiviert bezeichnete.
In seinem Video forderte er einen sofortigen Stopp der von ihm als "politisch motiviert" bezeichneten Strafverfahren. Zudem bestand er darauf, dass die deutsche Bevölkerung das Recht haben müsse, eigenständige medizinische Entscheidungen ohne staatliche Einmischung zu treffen. Konkrete Quellen oder Belege für seine Angaben zur Zahl der betroffenen Bahnärzte und Patienten legte er jedoch nicht vor. Der an Ministerin Warken gerichtete Brief, den Kennedy über seinen X-Account teilte, wiederholte seine Forderung nach der Wiederherstellung entzogener Approbationen. In seinem Beitrag schrieb er ihren Nachnamen fälschlicherweise als "Workin" – ein Fehler, der neben seinen Vorwürfen zusätzliche Aufmerksamkeit erregte.
Kennedys Aussagen spiegeln die anhaltenden Spannungen um die pandemiebezogenen Maßnahmen in Deutschland wider. Zu seinen Forderungen gehören das Ende der Strafverfahren und die Rücknahme von Approbationsentzügen, doch seine Behauptungen stützen sich nicht auf überprüfbare Belege. Die deutsche Bahn hat sich bisher nicht öffentlich zu seinem Schreiben oder dem Video geäußert.






