Kieler Nagelstudio unter Verdacht: Illegale Beschäftigung und fehlende Papiere aufgedeckt
Hans Jürgen ZobelKieler Nagelstudio unter Verdacht: Illegale Beschäftigung und fehlende Papiere aufgedeckt
Ein Nagelstudio in der Kieler Innenstadt steht unter Ermittlung, nachdem Zollbeamte dort mutmaßliche illegale Beschäftigung und Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht aufgedeckt haben. Bei einer Kontrolle am 18. Dezember 2025 überprüften die Behörden des Arbeitsamts Kiel den Betrieb und stellten fest, dass fünf von neun Mitarbeitenden über keine gültigen Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnisse verfügten.
Ermittler der Kieler Finanzbehörde für Schwarzarbeit führten die Routineprüfung im Salon durch. Zum Zeitpunkt der Kontrolle befanden sich neun Beschäftigte – allesamt vietnamesische Staatsbürger – in den Räumlichkeiten.
Fünf von ihnen konnten weder einen gültigen Aufenthaltstitel noch eine Arbeitsgenehmigung vorweisen. Zudem waren sie nicht bei der Deutschen Rentenversicherung sozialversicherungspflichtig gemeldet. Ihre Personalien wurden erfasst, und die Ausländerbehörden wurden informiert. Der Betreiber des Studios muss sich nun Vorwürfen stellen, die Arbeiter beschäftigt und möglicherweise deren illegalen Aufenthalt unterstützt zu haben. Noch läuft die Prüfung, ob die fünf mindestens den gesetzlichen Mindestlohn erhalten haben. Bisher wurde kein konkreter Name in Zusammenhang mit dem Fall öffentlich genannt.
Der Fall wurde an die Ausländerbehörden zur weiteren Bearbeitung übergeben. Die Behörden prüfen weiterhin, ob gegen Arbeits- und Lohnvorschriften verstoßen wurde. Das weitere Vorgehen hängt von den Ergebnissen der laufenden Ermittlungen ab.