26 January 2026, 16:44

Köln sichert kostenfreien Rettungsdienst – trotz neuer Finanzierungsregeln

Ein Rettungswagen steht auf der Straße vor einem Krankenhausgebäude mit Fenstern, Geländern, Texttafeln, Plakaten und anderen Gegenständen.

Ambulanz-Einsätze in Köln bleiben kostenlos - Köln sichert kostenfreien Rettungsdienst – trotz neuer Finanzierungsregeln

Köln hat sich mit den gesetzlichen Krankenkassen darauf verständigt, dass der Rettungsdienst für die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei bleibt. Die Einigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem viele Kreise in Nordrhein-Westfalen über neue Finanzierungsmodelle verhandeln. Eine zentrale Änderung sieht vor, dass die Kassen künftig bestimmte Einsätze nicht mehr übernehmen, bei denen Patientinnen und Patienten nicht in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die überarbeitete Verordnung über die Gebühren im Rettungsdienst wird in Kürze den politischen Gremien der Stadt zur Abstimmung vorgelegt. Nach den neuen Regelungen entfällt für bis zu 25 Prozent der Einsätze – jene, die als "Einsätze ohne Transport" eingestuft werden – die Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen. Dennoch garantiert die Stadt, dass für die Betroffenen keine Eigenbeteiligung anfällt.

In der gesamten Region laufen seit Längerem Gespräche zwischen Kommunen und Krankenkassen. Während andere Kreise noch über umfassendere Finanzierungskonzepte diskutieren, hebt sich Kölns Lösung dadurch ab, dass der Rettungsdienst für die Bevölkerung weiterhin ohne Gebühren bleibt. Die endgültige Entscheidung über die Gebührenstruktur steht auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 5. Februar. Frühere Recherchen zu ähnlichen Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen ergaben keine direkten Treffer, sondern lediglich Hinweise auf Ausbildungsprogramme in der Notfallmedizin und Rettungsdienstkurse. Dies deutet darauf hin, dass Kölns Vorgehen sich von anderen Regionen unterscheidet, die noch in der Abstimmungsphase sind.

Die neue Gebührenregelung streicht zwar die Kostenerstattung für Einsätze ohne Transport, sichert aber allen Einwohnerinnen und Einwohnern weiterhin den kostenlosen Rettungsdienst zu. Bevor die Verordnung am 5. Februar zur Abstimmung steht, werden sie die politischen Gremien Kölns prüfen. Bei einer Zustimmung würde dies die Abrechnung notfallmedizinischer Leistungen in der Stadt grundlegend verändern.