24 January 2026, 10:37

Kölns harter Schlag gegen Uber und Bolt: Massive Verstöße und Schwarzarbeit aufgedeckt

Eine lange Reihe von Taxis, die an der Seite einer belebten Straße in Berlin, Deutschland, geparkt sind, mit Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern, flankiert von Laternenpfählen, Bäumen und Gebäuden, einschließlich eines Bogens und eines Turms.

Kölns harter Schlag gegen Uber und Bolt: Massive Verstöße und Schwarzarbeit aufgedeckt

Köln geht hart gegen Ridepooling-Dienste wie Uber und Bolt vor, nachdem massenhafte Verstöße gegen Verkehrsgesetze aufgedeckt wurden. Bei Kontrollen im vergangenen Jahr wurden bei der Hälfte der überprüften Mietwagen, die für Plattformen wie Uber und Bolt fahren, Bußgelder verhängt. Die Behörden vermuten zudem, dass viele Fahrer Schwarzarbeit leisten und Sozialleistungen erschleichen. Aktuell laufen Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung und nicht abgeführter Sozialabgaben.

Die Stadt führte 2025 erstmals großangelegte Überprüfungen bei Mietwagenfirmen durch. Von 730 kontrollierten Fahrzeugen wurden gegen 366 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet – meist wegen Verstößen gegen die Personbeförderungsvorschriften. Bis zum 24. Januar 2026 waren bereits 140 illegale Fahrzeuge vom Verkehr ausgeschlossen worden.

Fahrer von Uber und Bolt missachten häufig die gesetzliche Pflicht, nach jeder Fahrt zur Betriebsstätte ihres Unternehmens zurückzukehren. Stattdessen warten sie an Taxiständen auf Fahrgäste – eine Praxis, die lizenzierte Taxiunternehmer benachteiligt. Der lokale Taxiverband Taxiruf Köln hat in über 100 Fällen rechtliche Schritte eingeleitet und in mehreren Gerichtsurteilen hohe Strafen gegen Fahrer durchgesetzt. Uber betont, dass seine Partnerunternehmen die Gesetze einhalten müssten, und bestreitet, in Deutschland eine eigene Flotte zu betreiben. Die Zollbehörden gehen jedoch davon aus, dass viele Fahrer Schwarzarbeit leisten und möglicherweise Sozialleistungen erschleichen. Gegen Unternehmen, die Steuern hinterziehen und keine Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenbeiträge abführen, wird weiter ermittelt.

Die Durchsetzung der Rückkehrpflicht zum Betriebsstandort würde das Geschäftsmodell von Uber und Bolt grundlegend infrage stellen. Strengere Einhaltung der Vorschriften würde Wartezeiten und Kosten erhöhen und die Dienste im Vergleich zu klassischen Taxis weniger wettbewerbsfähig machen.

Die verschärften Kontrollen haben bereits zu Bußgeldern, Fahrzeugstilllegungen und rechtlichen Konsequenzen für Fahrer geführt. Angesichts der laufenden Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung und Sozialbetrugs sind weitere Maßnahmen wahrscheinlich. Das Ergebnis könnte die Ridepooling-Anbieter zwingen, ihr Geschäftsmodell in Köln anzupassen – oder sich auf eine strengere Regulierung einzustellen.